Das Konklave - Die deutschen Kardinäle

Teil 1/6: S.Em. Paul Josef Kardinal Cordes

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 1635 klicks

Von den voraussichtlich 117 Kardinälen, die beim Konklave im März wahlberechtigt sein werden, stammen sechs aus Deutschland: Paul Josef Kardinal Cordes, Walter Kardinal Kasper, Karl Kardinal Lehmann, Reinhard Kardinal Marx, Joachim Kardinal Meisner und Rainer Maria Kardinal Woelki.

Paul Josef Kardinal Cordes, Jahrgang 1934, empfing 1961 die Priesterweihe. Sein Theologiestudium schloss er 1971 mit einer Dissertation zum Thema „Sendung zum Dienst – exegetische, historische und systematische Studien zum Konzilsdekret. Vom Dienst und Leben der Priester“ an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz ab. Ab 1972 war Cordes für die Deutsche Bischofskonferenz tätig.

Drei Jahre später, im Jahr 1975, wurde er von Papst Paul VI. zum Titularbischof von Naissus und zum Weihbischof in Paderborn ernannt; die Bischofsweihe erfolgte 1976.

Unter dem seligen Johannes Paul II. bekleidete Cordes verschiedene Ämter im Vatikan. Der Papst ernannte ihn 1980 zum Vizepräsidenten des Päpstlichen Rates für die Laien. 1995 wurde Cordes Präsident des Päpstlichen Rates „Cor Unum“. Papst Benedikt XVI. bestätigte ihn 2005 in diesem Amt, das Cordes bis 2010 bekleidete.

Im Jahr 2007 wurde er durch Papst Benedikt XVI. in das Kardinalskollegium mit der Titeldiakonie „San Lorenzo in Piscibus“ aufgenommen. Am 7. Oktober 2010 trat Cordes aus Altergründen von dem Amt zurück.

Cordes ist Mitglied der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, der Kongregation für den Klerus, der Kongregation für die Bischöfe sowie des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden.

Cordes wurde unter vielen anderen Auszeichnungen das Große Verdienstkreuz mit Stern durch den ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler verliehen, der damit „Cordes' herausragenden internationalen humanitären Einsatz sowie sein Bemühen um internationale Verständigung und interreligiöse Kooperation“ würdigte, wie Radio Vatikan am 2. Februar 2006 mitteilte.