Das Leben der Kirche im Spiegel der Päpstlichen Liturgie

Vorstellung von drei neuen Werken des Büros für Liturgische Feiern mit dem Heiligen Vater

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ROM, 13. November 2007 (ZENIT.org).- Als letzten Akt seines 21jährigen Dienstes als Zeremoniemeister des Papstes lud Erzbischof Piero Marini, der jetzige Präsident des Päpstlichen Komitees für die Eucharistischen Kongresse, am vergangenen Freitag zur Vorstellung der letzten drei Werke des Büros für Liturgische Feiern mit dem Heiligen Vater.



Es handelt sich bei um „Magnum Iubilaeum. Trinitati Canticum“, „Sede Apostolica Vacante. Eventi e celebrazioni, 2005“ und „Inizio del Ministero Petrino del Vescovo di Roma Benedetto XVI“. Die drei Bände umfassen also die liturgischen Ereignisse und Feiern des Jubeljahres 2000 (Band 1), die Riten des Begräbnisses Johannes Pauls II. und der Zeit der Sedisvakanz (Band 2) sowie den feierlichen Beginn des Petrusdienstes von Papst Benedikts XVI. (Band 3).

Erzbischof Marini hob hervor, dass die in den Bänden dokumentierten Feiern auch dank der Medien im Gedächtnis und im Herzen zahlreicher Gläubiger eingeschrieben bleiben würden; dies vor allem auch deshalb, „weil sie die vollständigste Ikone sind, die die Liturgie der Kirche nach dem II. Vatikanischen Konzil gegeben hat.“

Zur Vorstellung der Bandreihe betonte Giuseppe Costa SDB, seit Juli 2007 Direktor des Vatikanischen Verlagshauses („Libreria Editrice Vaticana“, LEV), dass es sich dabei um eine historische, biblische, pastorale und liturgische Dokumentation handle, in der jeder Gestus, jede Bewegung und jedes Wort der Riten erklärt, in ihren Kontext gesetzt und geschichtlich aufgearbeitet werden. Die drei Bände stünden aufgrund der historischen Abfolge der Ereignisse in einer inneren Verbindung miteinander und stellten „die bedeutendsten Ereignisse der Kirche in den letzten Jahren“ dar, so Costa.

Die Bücher richten sich vor allem an ein Fachpublikum und dienten Bibliotheken, liturgischen Institute, Liturgieexperten und Universitäten. Ihr Reichtum sei allerdings derart, dass auch ein Leser mit einem durchschnittlichen kulturellen Hintergrund historisch und symbolisch interessante Elemente entdecken könne, so der der Direktor der LEV.

Die liturgische Trilogie wurde vom ehemaligen päpstlichen Zeremonienmeister erstellt. „Es ist das erste Mal, dass ein derartiges Werk einem großen Publikum vorgestellt wird“, erklärte Costa. „Aber auch wenn das Werk ‚die Ereignisse durchschreitet‘, bestehe die Gefahr, dass es in den Bibliotheken verstaube beziehungsweise nicht mehr sei als ein Werkzeug für einige wenige Spezialisten. Aus diesem Grund habe sich der vatikanische Verlag zu diesem Projekt entschlossen. Die Ideen der Kirche müssten weite Verbreitung finden.

Eines der Ziele der LEV sei es, jene Ereignisse dem Gedächtnis zu überstellen, an denen alle über das Fernsehen teilnehmen konnten. Gleichzeitig sei es wichtig, diese Ereignisse zu verstehen und im Herzen zu bewahren – dies durch eine vertiefe Kenntnis, die sich nur durch das Lesen des Textes ergeben könne.

Costa betonte, dass die Trilogie vor allem für Historiker wertvoll sei, da nicht nur von sterilen oder bürokratischen Riten die Rede sei, sondern von einer lebendigen Wirklichkeit, die der heutigen Zeit entspreche.