Das Licht Christi verbreiten, Aufgabe aller Christen

Papstmesse und Angelusgebt am Hochfest Erscheinung des Herrn

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ROM, 6. Januar 2008 (ZENIT.org).- Gott geht auf den Menschen zu und erobert ihn „mit der entwaffnenden Sanftmut seiner Liebe“. Daran erinnerte Papst Benedikt XVI. am heutigen Hochfest der Erscheinung des Herrn Tausende von Pilgern und Gläubigen, die sich zum Angelus-Gebet auf dem Petersplatz eingefunden hatten.



Zuvor hatte der Papst im Petersdom die heilige Messe gefeiert. Nichts sei so dunkel, dass es vom Licht Christi nicht erhellt würde, bekräftigte er in der Predigt. Ein gläubiger Mensch könne nie die Hoffnung verlieren, nicht einmal in Zeiten der Wirtschaftskrise oder angesichts von Hass und Gewalt. Ja, nicht einmal der Egoismus und der Übermut des Menschen, der sich zu seinem eigenen Gott mache, könne die Hoffnung des Christen erschüttern.

„Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“ Diese Prophezeiung des Propheten Jesaja zitierte Benedikt XVI. in seiner Ansprache vor dem Angelusgebet, weil er aufzeigen wollte, dass jeder Mensch der Gefahr ausgesetzt ist, sich genauso wie etwa König Herodes Gott und seinem Heil zu verschließen.

„Hier kommen wir mit einem der entscheidenden Punkte der Geschichtstheologie in Berührung: mit dem Drama der treuen Liebe Gottes in der Person Jesu, der in sein Eigentum kam, aber von den Seinen nicht aufgenommen wurde“, erläuterte der Heilige Vater. Die „feindselige, zweideutige oder auch oberflächliche Haltung“ stehe für die Haltung jenes Menschen, der sich „vor dem Geheimnis des wahren Gottes verschließt, der in der entwaffnenden Sanftmut der Liebe auf uns zugeht. Jesus, der König der Juden (vgl. Joh 18,37), ist der Gott der Barmherzigkeit und der Treue. Er will in der Liebe und in der Wahrheit herrschen, und er bittet uns umzukehren, die bösen Werke aufzugeben und entschlossen den Weg des Guten einzuschlagen.“

Papst Benedikt XVI. forderte die Gläubigen auf, sich von Jesus Christus erobern und umformen zu lassen – „dem Gott, der in unsere Mitte gekommen ist, um uns seinen Frieden und seine Liebe zu schenken“. Die Pilger aus dem deutschsprachigen Raum forderte er zudem auf, durch das Zeugnis ihres Lebens dazu beitragen, „dass suchende Menschen den Weg zu Gott finden, der die Liebe ist und das Heil schenkt“.