Das Marienheiligtum von Guadalupe, Wallfahrtsort der Rekorde

Von Jaime Septién

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MEXIKO-STADT, 11. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Es ist alles bereit für das große Fest Mexikos und ganz Lateinamerikas am 12. Dezember, dem 476. Jahrestag der Erscheinung der Gottesmutter von Guadalupe vor Juan Diego, einem Eingeborenen, der von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen wurde.

Die Pilger werden in jenem Tal von Mexiko zusammenkommen, das heute mitten in Mexiko-Stadt liegt und wo die Jungfrau Maria dem Indio am 12. Dezember 1531 zum letzten Mal erschien. Maria bat Juan Diego darum, dem ersten Bischof von Mexiko, Fra Juan de Zumárraga, Rosen zu überbringen, da sie wollte, dass zu Füßen des Tepeyac ein Haus des Gebetes errichtet würde.

Auf dem Umhang, den der Heilige trug und in dem er auch die Rosen verwahrt hatte, erschien daraufhin auf wunderbare, bis heute unerklärliche Weise die weltberühmte Darstellung Unserer Lieben Frau von Guadalupe, die heute von Millionen von Menschen in der ganzen Welt, vor allem aber in Lateinamerika und Mexiko, verehrt wird.

18 bis 20 Millionen Gläubige pilgern jedes Jahr zum Heiligtum. Somit ist Guadalupe der am meisten besuchte Wallfahrtsort der Christenheit. An bestimmten Tagen kommen bis zu 120.000 Pilger, eine Zahl, die zwischen dem 9. und dem 12. Dezember, dem Festtag der Unbefleckten Empfängnis Mariens und jenem der Jungfrau von Guadalupe, noch ansteigt.

Die Verantwortlichen der Basilika hoffen, dass im Jahr 2007 alle Rekorde gebrochen werden: In gerade vier Tagen sollen bis zu sieben Millionen Pilger kommen, wobei der 12. Dezember mit zwei Millionen Pilgern der Tag mit dem größten Zulauf sein wird.

Jahr für Jahr nimmt der Pilgerstrom zum Bild der Patronin von ganz Amerika in Mexiko-Stadt zu. Im Dezember 2006 wurden 429 offizielle Wallfahrten verzeichnet, im Jahr 2007 waren es 434.