Das Referendum zum Ermächtigungsgesetz in Venezuela wurde abgelehnt

Bischöfe wollen für Eintracht arbeiten und fordern das Ende von gewaltsamen Konfrontationen

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CARACAS, 4. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Der Vorsitzende der Venezuelanischen Bischofskonferenz (CEV) hat bekräftigt, dass sich er und seine Mitbrüder auch in Zukunft für die „Eintracht“ im Land einsetzen wollen.



Msgr. Ubaldo Santana sieht jetzt, nachdem am Sonntag rund 51,5 Prozent der Wähler den Verfassungsänderungen der Regierung Chavez eine Absage erteilt haben, die Chance, „Wege des Friedens“ zu gehen. Die angestrebten Änderungen hätten den Weg zu einem gleichgeschalteten sozialistischen Einheitsstaat unter Hugo Chavez ebnen sollte.

Der Bischof von Maracaiba zeigte sich „sehr stolz“ angesichts des „exzellenten demokratischen Verhaltens“ seines Volkes beim Referendum. Zugleich forderte er die sofortige Begnadigung all derer, die vom amtierenden Regime inhaftiert worden waren.

Das knappe Ergebnis zeigt, welcher Riss sich unter der Bevölkerung in dem einst reichsten Land der Andenregion aufgetan hat. Er zieht sich durch alle Schichten, auch durch die christlichen Kirchen.

Mit dem Wahlergebnis „eröffnet sich für Venezuela eine neue Gelegenheit, damit alle, die ihren Teil in den verschiedenen Sektoren des Lebens im Land beitragen, zusammenarbeiten können und Wege gegenseitiger Zusammenarbeit entdecken“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Oppositionsführer Manuel Rosales erklärte vor der Presse, der friedliche Verlauf des Referendums sei „ein Sieg aller Venezolaner“ gewesen. „Heute wurde der Weg der Zusammenführung angelegt.“

Noch kurz vor der Wahl hatten die Bischöfe alle Menschen guten Willens dazu aufgefordert, mit Nein zu stimmen, da die Verfassungsänderungen „unnötig, moralisch unannehmbar und ein Rückschritt für das Land“ seien (ZENIT berichtete).