Das schönste Erbe, das ihr euren Kindern hinterlassen könnt, ist der Glaube

Predigt von Papst Franziskus zum Fest der Taufe des Herrn

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 431 klicks

„Jesus hatte es nicht nötig, getauft zu werden, aber die ersten Theologen sagen, dass er mit seinem Leib, durch seine Göttlichkeit, in der Taufe alle Wasser der Welt geheiligt habe, damit das Wasser die Macht empfange, taufen zu können. Und dann, kurz vor seiner Himmelfahrt, hat Jesus uns aufgetragen, in alle Welt zu gehen und die Taufe zu spenden. Und seit jenem Tag bis heute gibt es eine Kette der Taufe, die nie abbricht: Die ersten Christen haben ihre Kinder getauft, und die wiederum ihre Kinder, und wieder die nächsten… Auch heute noch geht diese Kette weiter.

Diese Kinder sind Glieder einer Kette. Ihr Eltern lasst heute euer Kind taufen, doch in einigen Jahren werden sie es sein, die wiederum ein Kind zur Taufe bringen werden… So ist die Kette des Glaubens! Was bedeutet das? Ich will euch nur eines sagen: Ihr seid die, die den Glauben weitergeben, die Überträger; ihr habt die Pflicht, diesen Kindern den Glauben zu vermitteln. Das ist das schönste Erbe, das ihr ihnen hinterlassen könnt: der Glaube! Das ist es. Nehmt heute diesen Gedanken mit nach Hause. Wir müssen den Glauben weitergeben. Denkt daran, denkt immer darüber nach, wie ihr euren Kindern den Glauben vermitteln könnt.

Heute singt ein Chor; doch der schönste Chor ist das Schreien dieser Kinder… Manche werden weinen, weil sie sich unbehaglich fühlen oder weil sie Hunger haben. Und wenn sie Hunger haben, gebt ihnen zu essen, Mütter, seid ungezwungen, denn hier sind sie die Hauptpersonen. Und jetzt, in diesem Bewusstsein, dass wir den Glauben weitergeben müssen, lasst uns in der Feier der Taufe fortfahren.“