Das unverweste Herz des hl. Jean Vianney zu Besuch in Großbritannien

Die Reliquie des französischen Heiligen soll eine Unterstützung im Gebet für die Erneuerung des Priestertums sein

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SHREWSBURY, 5. Juli 2012 (ZENIT.org). - Das unverweste Herz des hl. Jean Vianney (Pfarrer von Ars) soll zu einem viertägigen Besuch in der Diözese Shrewsbury zum ersten Mal nach Großbritannien gebracht werden. Der Besuch der Reliquie erfolgt nach einer Anfrage des Bischofs von Shrewsbury, Mark Davies, an den emeritierten Bischof Guy Bagnard von Belley-Ars in Frankreich. Die beiden hatten sich im September 2011 getroffen.

Bischof Bagnard wird gemeinsam mit Br. Gaspard Graplet, Vizerektor des Seminars von Ars, die Reliquie begleiten.

Das in einem sichelförmigen Goldreliquiar aufbewahrte Herz des französischen Heiligen wurde 45 Jahre nach seinem Tod unverwest aufgefunden und von seinem Körper entfernt. Zuletzt wurde das Herz des Heiligen im Juni 2009 aus seinem Reliquiar in Frankreich entnommen, als es zur Eröffnung des Priesterjahrs in den Vatikan gebracht und auf eine Prozession durch den Petersdom getragen wurde.

Der Besuch der Reliquie setzt sich ein dreifaches Ziel: er soll ein Anlass sein, um Gebete für die Erneuerung des Priestertums innerhalb der Diözese Shrewsbury anzuregen; er soll neue Berufungen wecken und eine Erneuerung im Leben und der Mission aller Pfarreien der Diözese mit sich bringen.

In einem Hirtenbrief über den Besuch dieser Reliquie schrieb Bischof Davies über das Leben des hl. Pfarrers von Ars und seine Bedeutung für die Kirche von heute. „Das irdische Wirken des hl. Jean Vianney ist abgeschlossen, aber wir erbitten auch heute noch seine Hilfe vom Himmel, für eine Erneuerung des Priestertums, für die Erneuerung unserer Pfarreien und für neue, großzügige Berufungen für die Zukunft“, heißt es im Rundschreiben.

Die Etappen des Reliquienbesuchs sind: Wythenshawe, Liverpool, Cheshire, die Kathedrale von Shrewsbury und schließlich das "Annual Vocations Discernment Weekend“ in Birmingham. Danach wird das Herz am 9. Juli nach Frankreich zurückgebracht.

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[Übersetzung des englischen Originals von Alexander Wagensommer]