Das Wort Gottes in der Alltäglichkeit verwurzeln: Erzbischof Nikola Eterović zur Weltbischofssynode 2008

Neue Regelungen werden erstmals wirksam

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ROM, 15. November 2007 (ZENIT.org).- Nach 40 Jahren ist das Regelwerk zu den Synodalversammlungen erneuert worden, um die jüngsten juridischen Normen sowie die Weisungen Papst Benedikts XVI. zu berücksichtigen. Die Neuerungen werden zum ersten Mal während der Bischofssynode 2008 über das „Wort Gottes als Quelle des Lebens in allen Bereichen (persönlich, familiär, sozial)“ angewandt werden.



In einem Gespräch mit der Vatikantageszeitung „L’Osservatore Romano“ (14. November 2007) erklärte Erzbischof Nikola Eterović, dass die Synode über das Wort Gottes schon begonnen habe, insofern sich auf der ganzen Welt die Kirche schon in dieser großen Erfahrung der Gemeinschaft und Auseinandersetzung befinde. Und ebenso schließe die Synode nicht am 26. Oktober 2008, insofern ihre Früchte in der Alltäglichkeit der Kirche sichtbar würden.

Das Thema der Synode spiegle die Erwartung der universalen Kirche wider. Das Thema habe nicht der Papst zufällig gewählt; es sei vielmehr Ergebnis intensiver Konsultationen mit allen Teilen der Weltkirche gewesen.

Für Erzbischof Eterović ist es besonders angebracht, 40 Jahre nach der dogmatischen Konzilskonstitution „Dei verbum“ wieder das Thema des Wortes Gottes aufzugreifen. Dieses Thema liege zudem Papst Benedikt XVI. besonders am Herzen. Das Ziel der Synode sei ein pastorales: „Indem die lehrmäßigen Argumente vertieft werden, ist beabsichtigt, die Praxis der Begegnung mit dem Wort als Quelle des Lebens in den verschiedenen Bereichen der Erfahrung auszudehnen und zu stärken.“ Das Wort Gottes solle zu einer immer stärkeren Tragweite gelangen.

Zu den Neuheiten der kommenden Synode gehört, dass die kirchenrechtlichen Normen des Codex Iuris Canonici von 1983 sowie des Codex der Ostkirchen berücksichtigt werden. Dazu gehört, dass der Papst immer als „Pontifex Romanus“ bezeichnet wird, als „Römischer Papst“. Des Weiteren werden die orientalischen, mit Rom in Einheit verbundenen Kirchen zahlenmäßig besonders respektiert. Auch die Rolle des „Relators“ und des besonderen Sekretärs wurden neu definiert. Die Arbeitsweise der Arbeitsgruppen wurde modernisiert, und die freie Diskussion am Ende der Generalkongregationen aufgrund des ausdrücklichen Wunsches des Papstes eingeführt.