„Das Zweite Vatikanische Konzil im Pontifikat Johannes Pauls II.“

Papstbrief zur Eröffnung des internationalen Kongresses, der heute in Rom eröffnet wurde

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ROM, 28. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Heute fand in Rom die Eröffnung des internationalen Kongresses „Das Zweite Vatikanische Konzil im Pontifikat Johannes Pauls II.“ statt, der von der Päpstlichen Theologischen Fakultät „San Bonaventura“ – Seraphicum und dem Institut zur Dokumentierung des Pontifikats von Johannes Paul II. vorbereitet wurde.



Anlässlich der Eröffnung der Tagung übersandte Papst Benedikt XVI. eine Botschaft, in der er seine Zufriedenheit über die Verbindung der Themen „II. Vatikanisches Konzil“ und „Pontifikat Johannes Pauls II.“ zum Ausdruck bringt. Am Konzil habe er selbst teilnehmen dürfen, schreibt der jetzige Papst. Johannes Paul II. habe als Konzilsvater persönlich seinen Beitrag geleistet und die Lehren des Konzils dann als Papst in die Wirklichkeit umgesetzt.

Benedikt XVI. erinnert in seinem Schreiben auch an seinen Vorgänger Johannes XXIII., der vor 50 Jahren am 28. Oktober 1958 zum Papst gewählt worden war und dessen Herzen das Konzil entsprungen sei. Richtiger wäre es jedoch, so Papst Benedikt, zu sagen, dass das Konzil letztlich - wie alle großen Ereignisse der Geschichte der Kirche - „dem Herzen Gottes entsprungen ist“: seinem Heilswillen.

Johannes Paul II. habe praktisch in jedem seiner Dokumente und in all seinen Entscheidungen als Papst die grundlegenden Instanzen des Konzils aufgenommen. So sei er zu dessen qualifiziertem Interpreten und konsequentem Zeugen geworden.

Alle stünden in der Schuld dieses „außerordentlichen kirchlichen Ereignisses“, bekräftigt Benedikt XVI. Das reiche Erbe des Konzils rege auch heute dazu an, das Wort Gottes besser kennen zu lernen, um es auf das Heute der Kirche anzuwenden.

Benedikt XVI. verweist abschließend auf den heiligen Bonaventura. Der Reichtum seines Denkens könne aktuelle Leseschlüssel bieten, um sich den Konzilsdokumenten anzunähern. Da die Grundfragen der Menschen sich nicht änderten, blieben auch die vom „Doctor Seraphicus“ ausgearbeiteten Antworten gültig. Der Heilige Vater rät in diesem Zusammenhang vor allem zur Lektüre von Bonaventuras „Itinerarium mentis in Deum - Der Pilgerweg des Menschen zu Gott“ aus dem Jahr 1259.