David von Himmerod (um 1100-1179)

Mönch und Mystiker

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 326 klicks

David von Himmerod wurde um 1100 in Florenz geboren. 1131 trat er dem Orden der Zisterzienser in Clairvaux, dem heutigen Longchamp-sur-Aujon, bei. Im Auftrag des Ordensgründers, Bernhard von Clairvaux, begab sich David zusammen mit anderen Mönchen 1134 nach Himmerod, um dort eine Abtei zu errichten. Die Abtei in Himmerod war das vierzehnte Kloster, das auf Geheiß Bernhard von Clairvauxs gegründet wurde, und das erste des Ordens in Deutschland. Im Jahr 1135 fand man den endgültigen Errichtungsort für die neue Abtei im Salmtal. Zunächst siedelten die Mönche, unter ihnen auch David, in einem provisorischen Kloster unter Abt Randulf. Das Kloster wurde 1138 von Erzbischof Albero geweiht.

Schon bald verbreitete sich die Kunde von den Gebetserhörungen und Krankenheilungen, die David bewirkte. Besonders Frauen mit Kinderwunsch und werdende Mütter wandten sich an den Mönch.

David von Himmerod starb am 11. Dezember 1179. Er war der letzte Mönch des Gründerkonvents und wurde in Himmerod bestattet. Seine Reliquien wurden im Zuge der Säkularisation des Klosters an andere Orte verbracht, die Körperreliquien und sein Gürtel gelangten 1930 wieder an ihren ursprünglichen Ort. David von Himmerod wurde 1699 kanonisiert.

Das Kloster Himmerod wurde 1922 nach einer wechselvollen Geschichte wieder neugegründet und eingerichtet. Bruder Stephan, Administrator der Abtei Himmerod, schreibt über die Abtei Himmerod, in der neun Mönche leben: „Wir wollen eine Gemeinschaft aufbauen, die Menschen aus allen Kontinenten mitgestalten dürfen. Himmerod möchte ein geistlicher Ort werden, wo Menschen aus aller Welt, aus Afrika, Indien, Süd– und Nordamerika, die auf der Suche nach Gott sind und für andere Menschen da sein möchten zusammenkommen: betende Menschen, lernende, arbeitende, sorgende, das Evangelium verkündende Menschen, die in einer Gemeinschaft leben möchten, fröhlich, aufgeschlossen und ohne Angst vor Herausforderungen. Es gibt nichts, was wir in der Freude und Dynamik des Heiligen Geistes und mir der Gnade Gottes nicht vermöchten.“