"Dein Recht auf Spiel!"

Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerk zum Weltspieltag am 28. Mai 2014

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 185 klicks

Das Deutsche Kinderhilfswerk startet im Vorfeld des Weltspieltags am 28. Mai 2014 eine Umfrage, die sich an die Kinder und Jugendlichen richtet. Bei der Umfrage soll ermittelt werden, ob die Kinder und Jugendlichen in ihrem Wohnumfeld über ausreichend Spielmöglichkeiten verfügen, sie mit diesen zufrieden sind und ob die Spielstätten leicht zugänglich, sicher und gepflegt sind. An der Umfrage können sich die Kinder und Jugendlichen noch bis zum 20. Mai 2014 beteiligen. Weiterführende Informationen können unter diesem Link abgerufen werden. 

Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich gemeinsam mit seinen rund 200 Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ für das Recht der Kinder auf ausreichend Spielmöglichkeiten ein. In der heutigen Zeit werden häufig Spiel- und Sportplätze geschlossen oder nicht ausreichend gepflegt. Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit in geschlossenen Räumen, es mangelt ihnen an ausreichender Bewegung. „Dein Recht auf Spiel!“ will dagegen vorgehen und Kindern und Jugendlichen wieder mehr altersgerechte Spielmöglichkeiten im öffentlichen Raum schaffen.

„Die Bedingungen für das Spiel von Kindern draußen, im Wohnumfeld, haben sich dramatisch verändert. Der zunehmende Verlust von Spielplätzen und Freiflächen hat weitreichende Folgen für die Lebensqualität und die Entwicklungschancen von Kindern. Der Spielort dient einer gesunden körperlichen, sozialen und seelischen Entwicklung von Kindern. Im Spiel mit anderen lernen sie sich sicher zu bewegen, soziale Kontakte zu knüpfen, sich in größeren Gruppen zu verhalten, sich durchzusetzen, Regeln wertzuschätzen und durch Grenzerfahrungen Selbstvertrauen zu entwickeln. Deshalb ruft das Deutsche Kinderhilfswerk zum diesjährigen Weltspieltag unter dem Motto ‚DEIN Recht auf Spiel!‘ auf,“ so die Pressemittelung des Deutschen Kinderhilfswerks.

Kinder leben oft nach dem Terminplan eines Erwachsenen, der keinen oder nur wenig Raum für Spiel und Phantasie zulässt: „Wir engen unsere Kinder immer mehr ein und muten ihnen einen Terminstress zu, bei dem viele Erwachsene rebellieren würden. Dadurch bleibt zum Spielen kaum noch Zeit. Hier müssen wir die Notbremse ziehen, damit Kinder noch Kinder sein können. Spielen macht Spaß, gleichzeitig lernen Kinder durchs Spielen die Welt um sie herum kennen und entwickeln dabei ganz nebenbei wichtige motorische, kognitive und soziale Fähigkeiten. Deshalb müssen wir mehr als bisher dafür sorgen, dass Kinder spielen können“, erklärt Ralph Caspers, Botschafter des Weltspieltages.

Und schon Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) wusste: „Kinder wissen beim Spielen aus allem alles zu machen: ein Stab wird zu einer Flinte, ein Stückchen Holz zum Degen, jedes Bündelchen zur Puppe und jeder Winkel zur Hütte.“