Dem Anstieg der Altersarmut entgegenwirken

Forderung der Caritas nach Rentenreform und Investitionen in Bildung und Weiterbildung

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 315 klicks

Der Präsident der Caritas, Prälat Dr. Peter Neher, betonte anlässlich der gestrigen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales die Dringlichkeit einer Rentenreform, „die dem Anstieg der Altersarmut entgegenwirkt“. Außerdem machte der Caritas-Präsident darauf aufmerksam: „Die Reserven in der Rentenversicherung können nur einmal ausgegeben werden.“ Deshalb dürfe die Mütterrente nicht aus Beitragsmitteln finanziert werden. Ein weiteres Problem stelle die Rente mit 63 bei langjährig Versicherten dar: „Von ihr profitieren überwiegend dringend gebrauchte Facharbeiter, die Rechnung des Rentengeschenks aber zahlt die nächste Generation.“ In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Der Gesetzentwurf sieht bereits ab 2019 Beitragserhöhungen vor. Gleichzeitig sinkt das Rentenniveau, so dass künftig mehr Rentner auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sein werden.“

Es gelte zu verhindern, dass die Renten bei Erwerbsminderung weiter sänken. Eine private Altersvorsorge müsse auch für Geringverdiener realisierbar sein. „Nur wenn ihnen im Alter zusätzlich zur Grundsicherung etwas von ihrer Riester-Rente bleibt, lohnt sich ein Ansparen in knappen Zeiten.“

Als besonders wichtig werden in der Pressemitteilung Investitionen in Bildung und Weiterbildung hervorgehoben, da aus Statistiken immer wieder „der eindeutige Zusammenhang zwischen geringer Bildung und Arbeitslosigkeit“ hervorgehe: „Deswegen muss es oberstes Ziel der Arbeitsmarktpolitik sein, langzeitarbeitslose Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Nur wer dauerhaft in die Rentenkasse einzahlt, hat eine echte Chance auf eine Rente oberhalb der Grundsicherung.“