Demut macht fruchtbar, Hochmut steril

Predigt des Papstes in Santa Marta

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 354 klicks

In seiner heutigen Predigt während der Messe in Santa Marta sagte Papst Franziskus, Gottes Eingreifen gewinne über die Sterilität unseres Lebens und mache es fruchtbar. In seinen Überlegungen bezog sich der Papst auf das heutige Evangelium nach Lukas (1,5-25) und sagte, in der Bibel finde man einige unfruchtbare Frauen, denen der Herr das Geschenk des Lebens verleihe: Das Unmögliche werde möglich gemacht.

„Der Herr greift in das Leben dieser Frau ein, um uns zu sagen: ‚Ich bin in der Lage, Leben zu schenken.‘ Auch bei den Propheten gibt es das Bild der Wüste, der leeren Erde, die nicht in der Lage ist, einen Baum wachsen zu lassen, eine Frucht, etwas aufkeimen zu lassen. Die Propheten sagen: ‚Die Wüste wird wie ein Wald sein, groß, sie wird aufblühen.‘ Aber kann eine Wüste aufblühen? Ja. Eine unfruchtbare Frau kann Leben geben? Ja. Das Versprechen des Herrn: Ich kann! Ich kann aus der Trockenheit, eurer Trockenheit, leben wachsen lassen, die Rettung! Ich kann aus der Leere Früchte wachsen lassen!“

Der Pontifex sagte, alleine könne dies der Mensch nicht schaffen. Und doch seien einige mit dem Gedanken beschäftigt, wie sich die Menschen selbst retten könnten.

„Auch die Christen! Alles ist Gnade. Es ist das Eingreifen Gottes, das uns auf dem Weg zur Seligkeit hilft. Das kann nur er. Aber von unserer Seite, was machen wir? Erstens: wir müssen unsere Trockenheit erkennen, unsere Unfähigkeit, Leben zu geben. Das erkennen. Zweitens: fragen: ‚Herr, ich möchte fruchtbar sein. Ich möchte, dass mein Leben Leben gibt, dass mein Glaube fruchtbar ist und dies anderen geben kann.‘ Herr, ich bin unfruchtbar, ich kann nicht, du kannst. Ich bin in eine Wüste: Ich kann nicht, du kannst.“

Papst Franziskus sagte, dies könne vor Weihnachten das richtige Gebet sein, und erinnerte daran, dass der Herr hochmütige Menschen mit Unfruchtbarkeit bestraft habe, wie etwa die Tochter Sauls.

„Die Demut ist für die Fruchtbarkeit unabdingbar. Wie viele Menschen denken, sie seien im Recht, wie diese, und letztlich können sie einem leidtun. Die Demut dem Herrn zu sagen: ‚ Herr, ich bin unfruchtbar, ich bin eine Wüste‘, und in diesen Tagen die Wechselgesänge beten, die uns die Kirche vorgibt. Und mit dieser Demut, der Demut der Wüste, die Demut der sterilen Seele, die Gnade erhalten, die Gnade zu erblühen, fruchtbar zu sein und Leben zu geben.“