Den Glauben durch die Liebe bezeugen

Treffen der Bischöfe und der zuständigen Delegierten für karitative Einsätze der Bischofskonferenzen Europas in Triest

Sankt Gallen, (CCEE) | 314 klicks

Genauso wie die Arbeit zahlreicher Wohltätigkeitsorganisationen, so stoßen auch karitative Initiativen der Kirche in der Regel auf die einhellige Zustimmung der Öffentlichkeit. Doch die Kirche ist keine Nichtregierungsorganisation. Die Pflege notleidender Menschen soll weder als Philanthropismus, noch als Proselytenmacherei verstanden werden und schon gar nicht als Kommunikations- oder Marketingstrategie gelten: ein solches Verhalten wurzelt im Glauben. Wenn man ihre starke Bindung zum Glauben in Christus sowie die daraus entstehende Zeugnispflicht nicht berücksichtigt, kann man die christliche Liebe nicht verstehen. Zum Abschluss des Glaubensjahres und ein Jahr nach der Veröffentlichung des Motu proprio Intimae Ecclesiae Natura von Papst Benedikt XVI (11.11.2012), veranstaltet das CCEE in Zusammenarbeit mit dem Päpstlichen Rat „Cor Unum“ ein Treffen der Bischöfe und der zuständigen Delegierten für karitative Einsätze der Bischofskonferenzen Europas.

Drei Tage lang (4.-6. November 2013) werden rund 50 Bischöfe und zuständige Delegierte für karitative Einsätze der Bischofskonferenzen Europas im Auftrag der CCEE-Kommission „Caritas in Veritate“ und des Päpstlichen Rates „Cor Unum“ und auf Einladung des örtlichen Bischofs, Mgr. Giampaolo Crepaldi, Präsident der oben erwähnten CCEE-Kommission, in Triest tagen und gemeinsam das Thema der karitativen Initiativen der Kirche und der Rolle des Bischofs erörtern.

„Die Liebe der Kirche ist Ausdruck, Notwendigkeit und Antwort auf den Glauben in Christus. Sie darf nicht als separater Bereich des Kirchenlebens gesehen werden, in dem nur Experten tätig sind”, so Msgr. Duarte da Cunha, CCEE-Generalsekretär. „Die Liebe, die im Glauben wurzelt“, fährt Msgr. Duarte da Cunha fort „gibt den Menschen die Möglichkeit, an der innigen Liebe teilzuhaben, mit der Gott jeden Menschen liebt. Durch die Notleidenden, die in Vergessenheit Geratenen, durch die Kinder, die älteren Menschen und die bedürftigen Familien spricht uns Gott an. Dieses Treffen möchte hervorheben, dass der Bischof nicht nur ein Glaubenslehrer, sondern auch ein Lehrer der Liebe sein muss. Die wahre Herausforderung liegt darin den Menschen, die die Liebe der Kirche erfahren haben, klar zu machen, warum die Kirche sie mit Aufmerksamkeiten überhäuft. Hierin findet sich auch jene Evangelisierung des Glaubens- und Liebeszeugnisses wieder, die Papst Franziskus so oft erwähnt.“

Hauptredner in Triest sind Kardinal Robert Sarah, Vorsitzender des Päpstlichen Rates „Cor Unum“, Kardinal Angelo Bagnasco, Erzbischof von Genua und Vize-Präsident des CCEE, und Msgr. Giampietro Dal Toso, Sekretär des Päpstlichen Rates „Cor Unum“. Im Rahmen des Treffens wird auch Prof. Helmuth Free, Dozent der Hochschule in München, einen Vortrag über die Pflichten des karitativen Dienstes der Kirche halten. Prof. Heinrich Pompey, hingegen, Dozent der Hochschule in Olomuc (Tschechische Republik), wird über die Theologie der Liebe in dem Motuproprio „Intima Ecclesiae natura“ reden. Don Roberto Pasetti (Caritas in Triest) und Miranda Mulgeci Kola aus Albanien werden ihre Erfahrungen vortragen. Den abschließenden Vortrag wird Msgr. Giampaolo Crepaldi halten.

Das Treffen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.