Den Kampf gegen die weltweite Armut intensivieren

Bischofskonferenzen appellieren an die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten

Bonn, (ZENIT.org) | 411 klicks

Vor dem G8-Gipfel am 17./18. Juni 2013 in Nordirland appellieren die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen aus den G8-Staaten sowie der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) an die Staats- und Regierungschefs, den Kampf gegen die Armut in den Mittelpunkt der weltpolitischen Agenda zu stellen und die inter-nationale Politik am Prinzip des Weltgemeinwohls zu orientieren.

Die Bischöfe aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien und Nordirland, Japan, Russland, Frankreich, Italien und Deutschland legen in ihrem Schreiben einen besonderen Akzent auf den internationalen Handel und betonen, dass dessen Regeln „dem universalen Gemeinwohl der ganzen Menschheitsfamilie und den besonderen Bedürfnissen der verwundbarsten Nationen dienen“ müssen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise macht aus Sicht der Bischöfe ein größeres Engagement gegen die Steuerflucht sowie für transparente und besser regulierte Finanzmärkte notwendig. Von den beim Gipfel versammelten Staats- und Regierungschefs fordern die Bischöfe gemeinsame Schritte hin zu einer effektiven und gerechten Ordnung des internationalen Finanzwesens.

Mit Blick auf die weltweite Entwicklung der Demokratie stellen die Bischöfe fest: „Die Menschenwürde fordert Wahrheit und Demokratie verlangt Transparenz.“ Zivilgesellschaftliche und religiöse Organisationen seien auf verlässliche Informationen angewiesen, um die Politik konstruktiv-kritisch begleiten zu können.

Aus Anlass der Veröffentlichung des Briefes an die Staats- und Regierungschefs erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch: „Die großen Wirtschaftsmächte haben außerordentliche Möglichkeiten, die Ordnung der Weltwirtschaft und des globalen Finanzwesens zu beeinflussen und zu steuern. Deshalb stehen sie in einer besonderen Verpflichtung, die Interessen der Ärmsten, Schwächsten und Geringsten dieser Welt mit zu bedenken. Dies betrifft nicht zuletzt die Themenbereiche Handel, Steuergerechtigkeit und Transparenz, die auf der Tagesordnung des bevorstehenden G8-Gipfels stehen.“

Hinweis:

Den Wortlaut des Briefes an die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten finden Sie dieser Pressemitteilung angehängt sowie zum Herunterladen unter www.dbk.de.