Den Menschen in seiner Würde wahrnehmen

Delegiertentagung der Schönstattbewegung setzt Akzente in Blick auf Menschenwürde

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SCHÖNSTATT, 27. Oktober 2002 (ZENIT.org-schoenstatt.de).- Den anderen Menschen in seiner Würde wahrnehmen und achten, dadurch den Umgang miteinander verändern ­ auf diesen Vorgang wird die Deutsche Schönstattbewegung nach dem Wunsch der Bundesweiten Delegiertentagung, "Oktoberwoche" genannt, im kommenden Jahr einen Akzent legen. Dies verlautet aus einem von der Bewegung herausgegebenem Pressekommuniqué.



Gut 700 Delegierte aus ganz Deutschland haben sich Mitte Oktober vier Tage lang mit der Ausrichtung der Schönstattbewegung in Deutschland für das kommende Jahr beschäftigt. Dabei war vor allem das Thema "Würde des Menschen" in den Blick gekommen, das von verschiedenen Perspektiven aus in Vorträgen und Statements betrachtet wurde. Dabei kamen sowohl gesellschaftliche und philosophische Veränderungsbewegungen in Blick auf die Definition von Würde und menschlichem Leben generell zur Sprache wie die konkreten Felder Euthanasie, verbrauchende Embryonenforschung, Ehe und Familie, Dialog der Kulturen und Religionen mit je eigenen Würdekonzepten. In der Pflege einer "Kultur der Wahrnehmung" soll das Anliegen auf den Punkt gebracht werden. "Liebe sieht mehr", so der scheidende Bewegungsleiter Pater Tilmann Beller. "Wo diese neue Art der Wahrnehmung des anderen glückt, verändert sich auf lange Sicht gesehen das gesellschaftliche Klima."