Den Stil des Guten Samariters kultivieren

Bußprozession von Papst Franziskus auf dem Aventin

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 273 klicks

Gestern abend begab sich Papst Franziskus zur abendlichen Bußprozession auf den Aventin und eröffnete die Fastenzeit in der Kirche der Benediktiner, Sant'Anselmo. Von dort aus zog der Heilige Vater in einer Prozession zur Basilika Santa Sabina. In der Kirche feierte der Papst anschließend die Heilige Messe und teilte das Aschenkreuz als Bußzeichen aus. Die geweihte Asche stammte aus Palmzweigen, die während der Messe geweiht wurden und den Menschen daran erinnern, dass er aus dem Staub kommt und zu Staub zurückkehrt. Die Prozession wurde von tausenden Gläubigen verfolgt; die Messe wurde für diejenigen, die in der Kirche keinen Platz fanden, per Lautsprecher übertragen.

Der Papst predigte, dass die Menschen in der Fastenzeit ihr Herz öffnen und zu Gott umkehren sollten. Wichtiger Bestandteil sei das Gebet, mit dem man um Fürsprache für die armen und leidenden Mitmenschen bitten könne. Während der Fastenzeit dürften die Menschen sich nicht mit einem oberflächlichen Fasten zufriedengeben. Das Fasten sei nur dann sinnvoll, wenn die Menschen ihre Sicherheit in Frage stellten; es helfe, „den Stil des Guten Samariters zu kultivieren.“ Es bedeute, Verantwortung für das Unrecht, vor allem an Kindern und Jugendlichen, zu übernehmen.

Spenden sei eine Gabe, für die man keinerlei Gegenleistung erwarte, eine Eigenschaft, durch die sich christliche Menschen auszeichnen sollten. Unentgeltlichkeit setzte Papst Franziskus mit Freiheit gleich: „Freiheit vom Gedanken an materiellen Besitz, Freiheit von der Angst zu verlieren, was man hat, Freiheit von der Traurigkeit dessen, der seinen Wohlstand nicht mit anderen teilen will“.