Der Außenminister des Vatikans zu Besuch in Jordanien

Erzbischof Dominique Mamberti zu einem viertägigen Besuch in Amman

Jerusalem, (Lateinisches Patriarchat) | 293 klicks

In einer Presseerklärung des jordanischen katholischen Medienzentrums bezeichnet Pfarrer Rifaat Bader diesen Besuch als ein Zeichen der stetigen gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen dem haschemitischen Königreich und dem Heiligen Stuhl, um die 1994 offiziell begonnenen bilateralen Beziehungen weiter zu stärken. In der Vergangenheit war diese Beziehung eher Zeichen der Freundschaft als der Zusammenarbeit gewesen.

Laut Pfarrer Bader haben die Bedenken, die den Vatikan damit beschäftigen, die Beziehungen im Nahen Osten zu erweitern, mehrere Facetten. Der Vatikan gilt als ein Freund, der nach einer tieferen Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern strebt, damit die christliche Präsenz im Orient, die in einigen Ländern Verletzungen der religiösen Rechte ausgesetzt ist, gestärkt werde.

Außerdem lobte Pater Rifaat die historische Begegnung im August zwischen König Abdullah II. und seiner Heiligkeit Papst Franziskus, bei der besonders auf die Bedeutung des Dialogs und der Verhandlungen mit Syrien, Palästina und Jerusalem Wert gelegt wurde. Der Heilige Stuhl schätzt die Weisheit der haschemitischen Regierung, die sich ständig um die Wallfahrtsorte und die arabisch christliche Präsenz sorgt, was der König auf einer Konferenz in Amman im vergangenen September als eine Notwendigkeit ersten Ranges und keine Frage des „Luxus“ bezeichnete.

Laut der Pressemitteilung traf Erzbischof Mamberti den jordanischen Herrscher bei seinem Besuch im Vatikan auch persönlich während des Treffens seiner Majestät mit Staatssekretär Tarcisio Bertone und den beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschaftern, unter ihnen auch die unmittelbar vom syrischen Konflikt betroffenen Staaten.

Der Besuch von Erzbischof Mamberti sah ein offizielles Treffen mit hochrangigen Beamten, einschließlich seinem jordanischen Amtskollegen Nasser Joudeh, vor. Außerdem standen Besuche der historischen und religiösen Stätten sowie der lateinischen Pfarrei in Zerka auf dem Programm, die jeden Tag Hunderte von syrischen Familien empfängt und Nahrungsmittel und sonstige Hilfsgüter als Vermittler der Caritas ausgibt.

Abschließend war der Pressemitteilung zu entnehmen, dass dies der vierte Besuch einer vatikanischen Delegation in diesem Jahr sei: Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der Kongregation für die orientalischen Kirchen, war bei der Eröffnung der amerikanischen Universität von Madaba unter der Schirmherrschaft des Königs und des Kronprinzen Hussein Ben Abdallah zugegen gewesen; Erzbischof Claudio Maria Chile, Leiter der Medien Abteilung des Vatikan, fungierte als Schirmherr einer internationalen Konferenz in Zusammenarbeit mit dem katholischen Medienzentrum mit dem Titel „Die christlich arabische Medien im Dienst der Gerechtigkeit, des Friedens und der Menschenrechte“; und schließlich Kardinal Jean-Louis Tauran, der an einer vom König gewünschten Konferenz im September über die Herausforderungen für die arabischen Christen teilgenommen hatte.

(Quelle: Lateinisches Patriarchat von Jerusalem, 02/12/2013)