Der einzige Weg aus der Korruption ist Reue

Predigt des Papstes in Santa Marta

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 258 klicks

In seiner Predigt während der heutigen Messe in Santa Marta verurteilte Papst Franziskus erneut deutlich die Korruption und sagte, ein korrupter Mensch ziehe den Zorn Gottes auf sich und verleite auch sein Volk zur Sünde. Auch heute ging der Heilige Vater auf die Erzählung von Nabot ein und betonte, es gebe nur einen Weg aus der Korruption, den der Reue. Durch Korruption werde der Mensch zu einer Ware.

„Das ist die Definition: Er ist eine Ware! Was macht der Herr mit den Korrupten, egal um welche Korruption es sich handelt… Gestern haben wir gesagt, es gibt drei Typen, drei Gruppen: der korrupten Politiker, den korrupte Geschäftsmann und den korrupten Geistlichen. Alle drei lassen die Unschuldigen leiden, die Armen, denn es sind die Armen, die den Prunk der Korrupten bezahlen! Die Rechnung geht an sie. Der Herr sagt klar und deutlich, was er machen wird: ‚Weil du dich hergabst, das zu tun, was dem Herrn missfällt, werde ich Unheil über dich bringen. Ich werde dein Geschlecht hinwegfegen und von Ahabs Geschlecht alles, was männlich ist, bis zum letzten Mann in Israel ausrotten.‘“

Der Papst fuhr fort, Korruption sei ein Skandal, da sie die ausnutze, die sich nicht verteidigen können. Die Korrupten seien sich oft nicht bewusst, dass sie sich verkaufen, um anderen zu schaden; sie dächten vielmehr, dass sie sich für Geld und Macht verkaufen. Bevor man einen Menschen als korrupt bezeichne, müsse man Beweise haben.

„Die Korrupten sind Betrüger, mehr noch. Das erste, was wir über jemanden sagen können, der korrupt ist, ist, dass er stiehlt, dass er tötet. Das zweite: Was erwartet den Korrupten? Der Fluch Gottes, denn sie haben die Unschuldigen ausgenutzt, diejenigen, die sich nicht verteidigen können, und sie machen es mit weißen Handschuhen, aus der Distanz und ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Das dritte: Gibt es einen Ausweg, einen Ausgang für die Korrupten? Ja! Reue!“

Papst Franziskus sagte, dies gefiele dem Herrn. Er verzeihe, aber nur dann, wenn die Korrupten das machten, was er von ihnen verlange.

„Wenn wir in den Zeitungen lesen, dass der korrupt ist und jener korrupt ist, dass viele sich haben bestechen lassen, dass die Tendenz nun einmal dahin geht und oftmals auch Prälaten sich bestechen lassen, dann ist es unsere Pflicht als Christen, für diese Menschen um Vergebung zu bitten. Möge der Herr ihnen die Gnade geben, zu bereuen, damit sie nicht mit einem korrupten Herzen sterben.“

Abschließend sagte der Papst: „Die Korrupten verurteilen, ja! Die Gnade erbitten, nicht korrupt zu werden, Ja! Und auch für ihre Umkehrung beten!“