Der EU-Afrika-Gipfel und das Drama von Darfur

Sudanesischer Bischof reist nach Portugal

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FATIMA, 6. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Weihbischof Daniel Adwok Marko Kur aus der sudanesischen Hauptstadt Khartum hat sich angesichts der prekären Lage der Tausenden von Flüchtlingen in seinem Land mit einem Hilferuf an die europäische Bevölkerung gewandt. Der Sudan ist seit Jahren eine Bühne für inter-ethnische Konflikte von unvorstellbarer Grausamkeit, die Tausenden von Menschen das Leben gekostet haben.

Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens von „Kirche in Not“ war der Bischof zu einem „Tag der Weltkirche“ zunächst nach Bamberg eingeladen. Den Auftakt seines Besuchs bildete ein Pontifikalamt im Bamberger Kaiserdom. Der „Tag der Weltkirche“ des pastoralen Hilfswerks in Bamberg hatte als Themenschwerpunkt die Situation der katholischen Kirche in Afrika.

Übermorgen, am 8. Dezember, wird Bischof Daniel Adwok auf Einladung der portugiesischen Sektion von „Kirche in Not“ im Wallfahrtsort Fatima erwartet, wo er im Rahmen eines Festprogramms unter anderem einen Vortrag über die Situation der Christen und die Eskalation der Gewalt in seinem afrikanischen Heimatland hält. Er gilt als unbeugsamer Prophet seines geschundenen Volkes, der nicht davor zurückschreckt, die Fehler und Schwächen der sudanesischen Regierung offenzulegen. Ihr ist es bis heute noch nicht gelungen, für Stabilität und Frieden zu sorgen.

Zeitgleich werden sich auch die politisch Verantwortlichen aus Afrika in Portugal aufhalten: Sie nehmen am 8. und 9. Dezember in Lissabon am EU-Afrika-Gipfel teil.

Ziel ihrer Begegnung ist die Gründung einer „strategische Partnerschaft“, so verlautete es aus Brüssel. Sie soll dabei behilflich sein, „gemeinsame Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen, vom Klimawandel über Entwicklung, Frieden und Sicherheit, Handel und regionale Integration bis hin zu verantwortungsvoller Staatsführung und den Menschenrechten“. Im Anschluss an den Gipfel soll darüber verhandelt werden, „welche konkreten Maßnahmen im Rahmen der gemeinsamen EU-Afrika-Strategie ergriffen werden sollen“.