Der Generalobere der Jesuiten Pater Adolfo Nicolás über die globale Krise

Ein Interview von Radio Vatikan

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ROM, 6. August 2012 (ZENIT.org). - In einem von Radio Vatikan geführten Interview erklärte Pater Adolfo Nicolás, dass die Krise nicht nur Anlass zu Klagen und Beschwerden sein dürfe. Die schwierige wirtschaftliche Lage biete nämlich die besondere Gelegenheit, neue Formen der Kommunikation und des gesellschaftlichen Austauschs zu finden, die letztlich der Entwicklung der Menschheit dienten. Dabei sei aber wichtig, dass sich die Menschen nicht im Oberflächlichen verlören, sondern sich bei der Suche auf wirklich wichtige Themen wie zum Beispiel die Politik konzentrierten. Das könne nur geschehen, wenn es gelinge, die Herzen der Menschen zu öffnen und berühren.

Zentraler Punkt unserer Gesellschaft sei und bleibe die Familie. Die Familie ist, so Pater Adolfo Nicolás, ein Ort des Wachstums und bedarf jeder Unterstützung.

Der Generalobere der Jesuiten sieht die rein negative Haltung gegenüber der Krise und den mit ihr verbundenen Problemen kritisch. Diese Haltung sei Ausdruck eines beschränkten Horizontes, nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch in geographischer Sicht. Die Welt sei so unendlich vielfältig. Wende man den Blick zum Beispiel nach Afrika, so stelle man fest, dass dort noch Werte lebendig seien, die in Europa keine Gültigkeit mehr hätten. Das könne man als Zeichen der Hoffnung werten, denn es sei noch nicht alles verloren.

Pater Adolfo Nicolás räumt Afrika und Asien deshalb in der Zukunft eine noch bedeutendere Rolle ein, da in diesen Ländern die für den Bestand und den Wachstum einer Gesellschaft wichtigen Werte mehr Bedeutung zugemessen werde.

Das vollständige Interview ist auf dieser Seite veröffentlicht. [bd]