Der Glaube ist keine Last

Predigt des Papstes in Santa Marta

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 349 klicks

In der Predigt während der heutigen Messe in Santa Marta sprach Papst Franziskus über vier Modelle von Gläubigen, um einen Denkanstoß zum Glaubenszeugnis eines jeden Christen zu geben. Er bezog sich dabei auf die Figuren der heutigen Lesungen.

„Und Jesus selbst sagt, dass sie die Dinge nicht einmal mit einem Finger veränderten, nicht wahr? Und dann wird er zu den Menschen sagen: ‚Tut was sie sagen, aber nicht was sie machen!‘ Inkonsequente Leute… Immer diese Schriftgelehrten, diese Pharisäer, als ob sie die Leute schlagen würden, nicht wahr? ‚Ihr müsst das machen und jenes machen‘, zu den armen Leuten… Und Jesus sagt zu ihnen: ‚Aber so verschließt ihr – er sagt es ihnen! – die Tür zum Himmelreich. Ihr lasst niemanden hinein, aber auch ihr werdet nicht hineingehen!‘ Das ist eine Art, eine Weise zu predigen, zu lehren, ein Zeugnis des eigenen Glaubens zu geben… So ist das, wie viele gibt es die denken, so ist der Glaube…“

In Bezug auf die erste Lesung aus dem Buch Samuel (1,9-20) sagte er:

„Wie oft fühlt sich das Volk Gottes nicht willkommen von denen, die Zeugnis abgeben: Von Christen, Priestern, Bischöfen… ‚Arme Leute, sie verstehen nichts… Sie müssen einen Theologiekurs machen, um verstehen zu können‘. Warum hege ich eine bestimmte Sympathie für den Mann (der Lesung)? Denn im Herzen hatte er die Salbung, denn als die Frau ihm ihre Situation schildert, sagt Eli ihr: ‚Geh in Frieden und der Gott Israels wird dir zuteil werden lassen, was du erbittest.‘ Es erscheint die priesterliche Salbung: Der arme Mann, er hatte sie in sich versteckt und seiner Bequemlichkeit… er ist unbestimmt. Und dann ergeht es ihm schlecht, der Ärmste.“

Anschließend führte der Pontifex die Handlung des Evangeliums (Mk 1,21-28) aus und bemerkte abschließend:

„Bitten wir den Herrn, dass uns diese beiden Lesungen in unserem Leben als Christen helfen mögen: jedem auf seinem Platz. Keine Legalisten sein, scheinheilig wie die Schriftgelehrten und Pharisäer. Nicht so korrupt sein wie die Söhne Elis. Nicht wie Eli, sondern so wie Jesus, mit dem Eifer, auf die Menschen zuzugehen, die Menschen zu heilen, die Menschen zu lieben und damit zu sagen: ‚Wenn ich das im Kleinen machen, denk daran, wie Gott dich liebt, wie ein Vater!‘ Das ist die Lehre, die Gott von uns erwartet. Bitten wir um diese Gnade.“