Der heilige Bertharius von Montecassino

Abt und Märtyrer

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ROM, 22. Oktober 2012 (ZENIT.org). - Der heilige Bertharius von Montecassino wurde um 810 geboren und entstammte einem langobardischen Adelsgeschlecht. Bereits in jungen Jahren pilgerte er nach Montecassino, wo er tief vom mönchischen Leben beeindruckt sein Leben Gott weihte. 856 wurde Bertharius zum 19. Abt dieses Klosters gewählt.

Die Amtszeit des Bertharius war keineswegs friedlich, denn die Sarazenen überfielen immer wieder plündernd das Land. Um das Kloster vor ihren Übergriffen zu schützen, ließ der Heilige die Anlage befestigen. Auf Bertharius geht auch die Gründung des heutigen Cassino zurück.

Einen Verbündeten fand der Heilige in Kaiser Ludwig, der Bertharius bei seiner Tätigkeit unterstützte und versuchte, die Sarazenen zurückzudrängen. Bertharius gründete in der Folgezeit das Frauenkloster in Teano und widmete sich neben der dichterischen und schriftstellerischen Tätigkeit medizinischen Studien.

883 überfielen die Sarazenen erneut das Kloster und Bertharius floh gemeinsam mit einigen seiner Mitbrüder in das Kloster von San Salvatore. Einige Wochen später, nämlich am 22. Oktober desselben Jahres, wurde der Heilige schließlich gemeinsam mit seinen Mitbrüdern von den Sarazenen getötet.

Der Leichnam des heiligen Bertharius wurde nach Montecassino gebracht. 1486 wurde er in die Klosterkirche verlegt, wo sich die sterblichen Überreste seit 1514 in der dem heiligen Bertharius geweihten Kapelle befindet. Ihre künstlerische Ausstattung wurde leider im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Die Verehrung des Bertharius wurde am 26. August 1727 von Papst Benedikt XIII. approbiert. 

Weitere Information über das Kloster von Montecassino kann man dieser Seite entnehmen. [bd]