Der heilige Severin

Missionar und Klostergründer

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 645 klicks

Die Gebeine des heiligen Severin, der 482 in Mautern bei Krems starb, befinden heute sich in der Basilica di San Sossio Levita e Martire in Frattamaggiore bei Neapel.

Nach dem Tod des Heiligen überführte Eugippius die Gebeine nach Italien. Wegen der politischen Unruhen in Noricum hatte sich die christlich-römische Bevölkerung entschlossen, das Gebiet zu verlassen und sich in Italien anzusiedeln. Das Kloster, dem Eugippius als Abt vorstand, wechselte ebenfalls seinen Standort und zog auf das kaiserliche Gut Castrum Lucullanum in der Nähe von Neapel.

Eugippius verfaßte eine Heiligenvita über das Wirken und Leben Severins, die den Titel „Vita Sancti Severini“ trägt und für Historiker eine bedeutende Quelle darstellt.

Die Herkunft des Heiligen ist unklar. Teilweise heißt es, Severin stamme aus dem italienischen Adel, andere Stimmen hingegen vermuten seine Herkunft in Nordafrika. Feststeht aber, dass er in Noricum tätig war und der christlich-römischen Bevölkerung während des Einfalls der Germanen beistand. Sein Wirkungskreis wird der Donau entlang bis Künzing und im Gebiet von Kuchl beschrieben. Auch in der Dreiflüssestadt Passau wirkte der Heilige. Hier gründete er - neben vielen weiteren in Noricum - ein Kloster.

Die Überreste der Klosterzelle des heiligen Severin befinden sich in der Nähe des Römerkastells Boiotro in der Innstadt, am Fuß von Mariahilf. Die Fundamente der römischen Kirche wurden bei Ausgrabungen Ende der 70er Jahre an der heutigen Friedhofskirche Sankt Severin freigelegt.