Der Heilige Stuhl fordert diplomatische Lösung im Atomstreit

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ROM, 6. Juni 2006 (ZENIT.org).- "Der Heilige Stuhl unterstützt – wie er es stets tut – alle Initiativen, die auf einen offenen und konstruktiven Dialog abzielen", heißt es in einer Presseerklärung, die Joaquin Navarro-Valls, Leiter des Pressebüros des Heiligen Stuhls, am Samstag veröffentlichen ließ.



In dem Kommuniqué wird die feste Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass selbst die gegenwärtigen Schwierigkeiten auf diplomatischen Weg gelöst werden könnten, dass dazu aber auch alle Kanäle ausgeschöpft werden müssten.

Vor allem müssten "dank persönlicher Kontakte" jene Elemente ausgeräumt werden, "die dem gegenseitigen Vertrauen objektiv im Weg stehen". Zudem sei es notwendig, stets guten Willen zu beweisen und die Ehre und die Sensibilität jedes Landes zu berücksichtigen.

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana unterbreitet der iranischen Regierung heute, Dienstag, bei einem Besuch in Teheran das in Wien geschnürte Angebot der fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat (USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich) und Deutschlands zur Schlichtung des Atomstreits. Für einen Stopp der Uraneinreicherung wird dem Iran unter anderem Unterstützung bei der Errichtung eines Leichtwasserreaktors angeboten.