Der Heilige Stuhl fordert vor der UNO Achtung der Kultstätten im Heiligen Land

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VATIKAN, 17. April 2002 (ZENIT.org).- Der Heilige Stuhl hat von der Staatengemeinschaft gefordert, auch in Kriegszeiten die Kultstätten besonders im Heiligen Land zu achten.



"Die Heiligen Stätten in Jerusalem und im Heiligen Land haben für alle drei monotheistischen Religionen eine ganz besondere Bedeutung, aber auch für die gesamte Menschheit", so Erzbischof Diarmuid Martin, ständiger Beobachter des Heiligen Stuhles bei der UNO in Genf.

"Die mangelnde Achtung und der unangemessene Gebrauch dieser Stätten stellt eine Verletzung internationaler Normen und der bilateralen Abkommen dar", so Martin bei seinem Beitrag auf der Sitzung der UNO-Menschenrechtskommission, die vom 18. bis 26. April in Genf stattfindet.

In seiner Ansprache, die am Dienstag vom Pressesaal des Vatikans veröffentlicht wurde, sagte Martin: "Jegliche langfristige Lösung zur Beendigung der Nahostkrise muss sich auch mit der Frage der Achtung und des uneingeschränkten Zugangs zu den Heiligen Stätten befassen, die für alle Traditionen geheiligt sind".

"Auch das ist eine Dimension der Religionsfreiheit. Es ist eine Voraussetzung für ein Klima des Dialogs der Religionen in Nahost untereinander und den Friedensdienst", so der Apostolische Nuntius.

Martin sagte eingangs, dass "die Achtung der Religionsfreiheit derzeit bedeutet, den Beitrag der Gläubigen als lebensnotwendig für die Schaffung eines dauerhaften Friedens zu erachten".