Der Heilige Stuhl unterzeichnet ein Konkordat mit Äquatorialguinea

Das Abkommen führt zur Anerkennung der Rechtspersönlichkeit der Kirche

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VATIKANSTADT, 16. Oktober 2012 (ZENIT.org).- Am Samstag, dem 13. Oktober 2012, wurde eine offizielle Vereinbarung zwischen dem Heiligen Stuhl und Äquatorialguinea unterzeichnet. Damit wird die Rechtspersönlichkeit der Kirche und der kirchlichen Einrichtungen, unter anderem der Eheschließung nach kanonischem Recht, der Kultstätten und der Seelsorge für Kranke und Gefangene, anerkannt.

Die Unterzeichnung des Abkommens wurde in dem Gebäude neben der Nationalbasilika der Unbefleckten Empfängnis in der Stadt Mongomo zelebriert. Unter den anwesenden Würdenträgern befanden sich der Präsident der Republik, Theodore Obiang Nguema Mbasogo, sowie Außenminister Agapito Mba Mokuy. Die Unterzeichnung für den Heiligen Stuhl übernahm Erzbischof Piero Pioppo, Titularerzbischof von Torcello und Apostolischer Nuntius in Äquatorialguines. 

Das Konkordat, dessen feierliche Unterzeichnung im Beisein mehrerer Persönlichkeiten aus Kirche und Regierung stattfand, enthält 19 Artikel und ein Zusatzprotokoll, das mit dem Austausch der Ratifizierungsurkunden in Kraft tritt.

Die gegenseitigen Rechtsbeziehungen wurden unter Wahrung der Unabhängigkeit und Autonomie von Kirche und Staat auf der Grundlage des gemeinsamen Wunsches zur Zusammenarbeit geschaffen. 

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]