Der hl. Petrus und Bergoglio in apostolischer Nachfolge als Päpste

Gebet bei der Salus Populi Romani

Rom, (ZENIT.org) P. Alfonso M. A. Bruno FI | 613 klicks

Jorge Mario Bergoglio hat gleich nach seiner Wahl die Geste seiner Vorgänger wiederholt. Ähnlich seines Besuchs beim Heiligtum der Madonna von „Lucán“, der Patronin der Stadt und des Landes Argentinien nach seiner Ernennung zum Erzbischof von Buenos Aires, besuchte er direkt nach seiner Wahl zum Papst das dem hl. Lukas zugeschriebene Marienbildnis „Salus Populi Romani“ in der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore.

Schon Pius XII. hatte der Patronin der Stadt den Schutz der „Urbs“ anvertraut, als der Zweite Weltkrieg tobte. Mit seiner Geste hebt Franziskus besonders seine Funktion als Bischof von Rom hervor, wie es auch im ausschließlichen Gebrauch des Italienischen deutlich wird, da jeder Bischof seine Gläubigen in ihrer eigenen Sprache anspricht.

Als Bischof von Rom besuchte Bergoglio auch seinen emeritierten Vorgänger Benedikt XVI. und betete an den Gräbern der bereits verstorbenen Vorgänger. Vor allem aber dem hl. Petrus als erstem Papst zollte er mit seinem Gebet an dessen Grab Respekt, wie es Tradition aller Päpste ist.

Es war Pius XII., der einen antiken Brief mit einer Beschreibung einer präzisen archäologischen Fundstelle aufgriff, um die Ausgrabungen des Petersdoms, die sogenannten „Scavi“, zu beginnen. Er beabsichtigte, die direkte Verbindung des aktuellen Papstes mit dem ersten Papst, dem hl. Petrus, wiederherzustellen und herauszuheben. Die Archäologen hatten den Ort gefunden, an dem der hl. Petrus nach seinem Martyrium begraben worden war, die Stelle der alten Grabstätte und der darüber errichten alten Peterskirche. Hier entstand in der Renaissance der große heute noch bestehende Petersdom.

Es ist interessant, daran zu erinnern, dass an den Scavi-Ausgrabungen auch einige Juden mitarbeiten, die vom Vatikan während der Okkupation Roms in den unterirdischen Gängen versteckt worden waren. Für den Nachfolger des hl. Petrus hat der Ort der Ausgrabungen eine hohe symbolische Bedeutung, da der hl. Petrus und seine ihm von Christus verliehene Autorität die apostolische Sukzession bilden. Die ungebrochene Aufeinanderfolge der Päpste geht also direkt auf Jesus selber zurück.

Das Originalgrab des hl. Petrus ist ein bescheidenes Grab, eine Eigenschaft, die auch Bergoglio mit seinem Dienst ausdrücken möchte. Bereits Johannes Paul II. hatte die „Bescheidenheit eines Fischers“ in seinem Pontifikat aufscheinen lassen, sein Nachfolger Benedikt XVI. hatte dies weitergeführt.

Das Thema des Primats des Petrus-Nachfolgers bleibt immer dasselbe. Jesus fragte Petrus vor der „Schlüsselübergabe“ dreimal: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als die anderen hier?“

Der Papst kam, wie der hl Petrus nach Rom, aus einem Land über dem Meer, und er drückt mit seinen Worten den Primat der Liebe zwischen der Kirche und der ganzen Welt aus, den Primat der christlichen Liebe.