Der Kardinalstaatsekretär kündigt die Entsendung einer Delegation nach Syrien an

Der Besuch soll ein Zeichen der brüderlichen Solidarität für die gesamte Bevölkerung sein

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von Ann Schneible

ROM, 18. Oktober 2012 (ZENIT.org).- Zur Eröffnung der Arbeiten vom 16. Oktober 2012 im Rahmen der derzeit in Rom tagenden 13. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode kündigte der Staatssekretär seiner Heiligkeit, Kardinal Tarcisio Bertone, die Entsendung einer Delegation nach Syrien an. Der  Tragödie, die sich derzeit in Syrien abspiele, könne man nicht länger tatenlos zusehen, so Kardinal Bertone vor den versammelten Synodenvätern. Dies  sei aus einigen der bisher dargebotenen Redebeiträge deutlich hervorgegangen.

Nach Angaben von Aktivisten wurden in dem seit 19 Monaten andauernden Bürgerkrieg zwischen dem Regime von Präsident Bashar al-Assad und den Rebellen mehr als 30.000 Menschen getötet. Um der Gewalt zu entkommen, sind viele Menschen aus dem Land geflüchtet.

Der Kardinalstaatssekretär fuhr folgendermaßen fort: „In der Überzeugung, dass eine Lösung der Krise nur politischer Natur sein kann, und in Anbetracht des unermesslichen Leidens der Bevölkerung, des Schicksals der Evakuierten und der Zukunft dieser Nation haben sich einige von uns für einen Ausdruck der Solidarität von Seiten der Bischofssynode ausgesprochen.

Laut Kardinal Bertone wird die Delegation auf Veranlassung von Papst Benedikt XVI. in den nächsten Tagen nach Damaskus aufbrechen. Die Delegation wird aus folgenden Mitgliedern bestehen: Kardinal Laurent Mosengwo Pasinya von Kinshasa; Kardinal Jean-Louis Tauran, Präsident des Päpstlichen Rates für Interreligiösen Dialog; Kardinal Timothy Dolan von New York, USA; Bischof Fabio Suescún Mutis, Militärbischof von Kolumbien; Bischof Joseph Nguyen Nang von Phát Diệm; Erzbischof Dominique Mamberti, Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten des vatikanischen Staatssekretariats; sowie Msgr. Alberto Ortega, Beamter im Staatssekretariat.

Das Ziel der Damaskusreise der Delegation beschrieb Kardinal Bertone folgendermaßen: „Zum Zeichen der brüderlichen Solidarität mit der gesamten Bevölkerung möchten wir eine Spende der Synodenväter und des Heiligen Stuhles überreichen, unseren christlichen Brüdern und Schwestern unsere geistliche Nähe erweisen und all jene Menschen ermutigen, die sich um eine Einigung bemühen, die mit den Rechten und Pflichten aller Menschen und insbesondere mit den Erfordernissen des humanitären Völkerrechtes im Einklang steht.“

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]