„Der Laden des Goldschmieds“ auf Chinesisch

Übersetzer Cheung Ho Kin findet den Sinn der Liebe

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HONGKONG, 22. Februar 2008 (ZENIT.org).- Dominik Cheung Ho Kin, der Intendant eines Hongkonger Theaters, hat schlagartig den Sinn der Liebe begriffen. Und zwar als er den „Laden des Goldschmieds“ ins Chinesische übersetzte, jenes Drama, das Johannes Paul II. in den 1960er Jahren als Erzbischof von Krakau geschrieben hat.



Vom 31. Jänner bis zum 3. Februar wurden die „Szenischen Meditationen über Liebe und Ehe“ auf Chinesisch in der Produktion von Cheung in Hongkong zur Aufführung gebracht. Drei verschiedene Paare stehen im Blickfeld der Handlung. Die chinesische Übersetzung von Dominik Cheung wurde vom Vatikan approbiert; in Kürze wird sie auch als Buch in Hongkong erhältlich sein. Cheung selbst war bereits 2004 mit dem Hongkonger Preis für die beste Intendantur ausgezeichnet worden.

„Das Werk von Johannes Paul hat mich zutiefst bewegt. Wie konnte ein unverheirateter Priester so etwas schreiben?“, so der Übersetzer gegenüber ZENIT. „Johannes Paul II. hat mich gelehrt, was Liebe ist.“

Cheung, katholisch und verheiratet, war bisher für Kinder nicht bereit. Jetzt aber habe er seine Entscheidung überdacht. Bewegt durch die Arbeit an der Übersetzung sei er zur Einstellung gelangt, selbst Kinder haben zu wollen. Dies habe er auch kürzlich seiner Frau mitgeteilt, erklärte er. Der „Laden des Goldschmieds“ sei ein ausgezeichnetes Mittel zur christlichen Verkündigung, und er hoffe, dass dadurch mehr Menschen in Kontakt mit katholischer Literatur überhaupt kommen würden.

Das Stück erlebte in Hongkong schon seine zweite Inszenierung. 2006 war Kardinal Joseph Zen unter den Zuschauern. Zen hat das Vorwort zur aktuellen Übersetzung verfasst. Er drückt darin den Wunsch aus, die Leser mögen von den einfachen Charakteren lernen, dass Liebe keine Bedingungen kenne und niemals aufhöre.