Der leibliche Tod, ein Gewinn: Requiem für Kardinal Innocenti

Glaube und Hoffnung machen der „größeren Wirklichkeit“ Platz - der Liebe

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ROM, 10. September 2008 (ZENIT.org).- Am heutigen Vormittag feierte der Dekan des Kardinalkollegiums Angelo Sodano das Requiem für Kardinal Antonio Innocenti am Kathedraaltar der Petersbasilika. Kurienkardinal Innocenti, emeritierter Präfekt der Kleruskongregation und ehemaliger Präsident der Päpstlichen Kommission „Eccelsia Dei“, war am vergangenen Samstag, dem 6. September, im Alter vom 93 Jahren verstorben. Nach seinem Tod zählt das Kardinalskollegium derzeit 193 Mitglieder, von denen 116 wahlberechtigt sind.



Am Ende der heiligen Messe stand Papst Benedikt XVI. der Aussegnungsfeier vor. In seiner Ansprache würdigte der Papst das lange Leben Innocentis im Dienst der Kirche und der römischen Kurie. Glaube und Lebensweisheit hätten den Stil Innocentis als Jünger Christi ausgezeichnet. Der leibliche Tod sei mit einem Wort des heiligen Paulus kein Verlust, sondern ein Gewinn.

Diese Erfahrung könne in der Eucharistie vorweggenommen werden, fuhr Benedikt XVI. fort. „Wenn die Eucharistie Form unseres Daseins wird, so ist das Leben für uns wirklich Christus, und der Tod kommt dem vollen Übergang zu ihm und zum dreifaltigen Leben Gottes gleich.“ Auf diesem Fundament habe Kardinal Innocenti sein Leben errichtet.

Abschließend rief der Heilige Vater den Gottesdienstteilnehmern den Bischofswahlspruch des verstorbenen Kardinals in Erinnerung: „Lucem spero fide – Ich erhoffe das Licht im Glauben“. Diese Worte habe der Kardinal stets in seinem Herzen getragen. Jetzt, da er gestorben sei, solle darum gebeten werden, dass den Platz von Glaube und Hoffnung nun die „größere Wirklichkeit“ der Liebe einnehme, die nie enden werde.