Der Leichnam des heiligen Pater Pio von Petralcina wird exhumiert und zur Verehrung ausgestellt

| 1370 klicks

ROM, 7. Januar 2008 (ZENIT.org).- Am Ende der Heiligen Messe zum Dreikönigsfest verkündete gestern, Sonntag, der Erzbischof von Manfredonia, Domenico Umberto D’Ambrosio, dass die sterblichen Überreste des heiligen Pater Pio von Pietralcina zur kanonischen Rekognition exhumiert werden, die noch nicht stattgefunden habe. Nach diesem Verfahren soll der Leichnam für einige Monate ausgestellt werden, damit die Gläubigen dem Heiligen die Ehre erweisen können.



In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Il Giornale“ erklärte der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal José Saraiva Martins, am heutigen Montag, dass die Kongregation die Exhumierung genehmigt habe, da es normal sei, eine Rekognition des Leichnams eines Heiligen vorzunehmen, um dessen Konservierungszustand festzustellen. Dies sei auch beim seligen Johannes XXIII. der Fall gewesen, dessen Leichnam im Petersdom zur Verehrung der Gläubigen ausgestellt ist. Die Aufbahrung des Leichnams zur Verehrung durch das Volk stehe nicht in der Kompetenz des Vatikans, sondern falle in den Zuständigkeitsbereich des Ortsbischofs.

Der Kardinal betonte, dass im Falle des heiligen Pater Pio nie eine Rekognition des Leichnams vorgenommen worden sei. Deshalb sei es „mehr als normal“, dies jetzt zu tun, um eine bessere Konservierung zu gewährleisten. Es habe Fälle gegeben, bei denen der Leichnam eines Heiligen unverwest geblieben sei. Kardinal José Saraiva Martins erinnerte jedoch daran, dass dies nicht mit der Heiligkeit zu tun habe; ebenso wenig wie die Stigmata.