Der Libanon erwartet die Ankunft Benedikts XVI. mit großer Freude

Der Organisator berichtet über die Vorbereitungen auf den Papstbesuch im September

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VATIKANSTADT, 26. April 2012 (ZENIT.org). - Dem Koordinator des Papstbesuchs zufolge hege die Bevölkerung  des Libanon große Zuneigung zu Rom und zum Pontifikat und sieht der Ankunft Benedikts XVI. in ihrem  Heimatland im September daher mit freudiger Erwartung entgegen.

Pater Marwan Tabet, ehemaliger Generalsekretär für katholische Schulen im Libanon, übernimmt gemeinsam mit vatikanischen Amtsträgern die Organisation der Papstreise. Die Vorbereitungen führten Pater Tabet diese Woche nach Rom, wo er mit Radio Vatikan zu einem Gespräch zusammentraf.

Im Rahmen seines  für den 14. - 16. September geplanten offiziellen Libanonbesuchs wird der Papst mit libanesischen Amtsträgern zusammentreffen. Ebenso sind traditionelle Begegnungen mit Vertretern aus der Kultur und  der Weltreligionen vorgesehen.

Als Höhepunkt der Reise wird der Heilige Vater  während der Messe am letzten Tag seines Aufenthalts  die postsynodale apostolische Exhortation unterzeichnen, die im Jahr 2010 als Ergebnis der Nahostsynode hervorgegangen ist.

Im Gespräch mit Radio Vatikan erklärte Pater Tabet: „Die christlichen und muslimischen Menschen des Libanon hatten von einem Besuch des Papstes in ihrem Land gehört und wussten, dass etwas geschehen würde“. Er führt fort: „Über Datum, Form und Inhalt der Papstvisite waren aber keinerlei Angaben zu ihnen vorgedrungen. Am Ostersonntag, als die Meldung über den Papstbesuch sie gemeinsam mit der Osternachricht erreichte, herrschte eine wahre Jubelstimmung. Wie allgemein bekannt ist, sind die Libanesen Rom und dem Papsttum und insbesondere den Päpsten, sehr verbunden. Das mitreißende und ergreifende  Erlebnis eines Papstbesuches war der Bevölkerung bereits beim Besuch Johannes Pauls II. geschenkt worden. Nun blicken sie der Visite Benedikts XVI. erwartungsvoll entgegen.“

Pater Tablet bemerkte, dass die drei Tage und zwei Nächte dauernde apostolische Reise für den Papst sehr lang sei. Da es sich um eine offizielle Reise in den Libanon handle, seien Zusammenkünfte mit Amtsträgern vorgesehen. So werde der Papst politischen Funktionären begegnen und Gespräche mit Vertretern des kulturellen Lebens, wie  Schriftstellern und Persönlichkeiten aus dem privaten und öffentlichen Bereich, führen. Darüber hinaus sei derzeit ein großes Zusammentreffen mit der Jugend in Vorbereitung.

Der Pater ergänzte: „Zahlreiche Persönlichkeiten aus dem Bereich des Nahen Ostens und Nordafrikas werden die Papstvisite vor Ort miterleben, um den Papst willkommen zu heißen und seine Botschaft zu vernehmen“.

Zum breiteren Zusammenhang des apostolischen Besuchs äußerte sich Pater Marwan Tabet folgendermaßen: „Dieser Teil der Erde befindet sich derzeit in einer äußerst kritischen Lage … die Ereignisse in Syrien auf der einen Seite und jene in Israel auf der anderen Seite … Darüber ist der Libanon nicht glücklich“.

Abschließend kommentierte der Pater den engen Kontakt des Vatikans mit der Region: „Rom beobachtet den Fortschritt der Ereignisse genau und nimmt klar dazu Stellung. Die Christen in den östlichen Ländern liegen dem Papst persönlich sehr am Herzen. Dies spiegelt sich in all seinen Reden. Er spricht über die Gegenwart dieser Christen und weist ihnen den Weg“.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]