Der Mensch ist kein Mittel zum Zweck

Papst gegen Missbrauch des Menschen

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 216 klicks

Während eines Abendessens für die Teilnehmer einer vom Vatikan organsierten Wirtschaftstagung sagte Papst Franziskus zu den Anwesenden, der Mensch müsse wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft gestellt werden. Wenn er nur noch als Mittel zum Zweck benutzt werde, verliere er seine Menschlichkeit. Werde der Mensch nicht in den Mittelpunkt gestellt, würde er zum Gegenstand eines sozialen und ökonomischen Systems, in dem ungerechte Machtverhältnisse herrschen würden, so der Papst. Er sagte, das Menschsein ohne Menschlichkeit führe zu der von ihm schon häufig zitierten Politik des „Wegwerfens“. Stehe der Mensch nicht mehr im Mittelpunkt, nehme etwas anderes seinen Platz ein und er werde so zu einem „Abfallprodukt“.

Papst Franziskus ging in diesem Zusammenhang, der „Kultur des Wegwerfens“ auch auf die niedrige Geburtenrate in Europa ein und warnte davor, auch Kinder „wegzuwerfen“, ebenso, wie dies mit älteren Menschen geschehe, weil man der Ansicht sei, dass man sie nicht mehr brauche. Derzeit werde sogar eine ganze Generation weggeworfen, so der Papst: Die Jugendlichen, deren Arbeitslosenzahlen sich laut Statistik auf 75 Millionen unter 25Jahren belaufen würden. Er appellierte an die Teilnehmer des Kongresses, diese Entwicklung beizeiten zu stoppen.