Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel erhält den Klaus-Hemmerle-Preis

Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hält Laudatio

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MÜNCHEN, 11. Juli 2006 (ZENIT.org).- Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel wird für seine Verdienste um die Ökumene und den Dialog mit dem Klaus-Hemmerle-Preis ausgezeichnet. Der von der Fokolar-Bewegung vergebene Preis wird am 12.Juni 2008 in Konstantinopel (Istanbul) verliehen. Die Laudatio wird der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, halten.



Patriarch Bartholomaios I., so die Begründung der Jury, engagiere sich seit über dreißig Jahren in der Förderung des ökumenischen Dialogs und habe auch seine Verbindungen nach Deutschland immer wieder genutzt, um die Beziehungen zur evangelischen und katholischen Kirche zu stärken. Außerdem habe er auch in ökumenisch schwierigen Zeiten gute Kontakte zu den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. gepflegt.

Im Gedenken an den verstorbenen Aachener Bischof Klaus Hemmerle (+1994) ehrt die Fokolar-Bewegung Persönlichkeiten, die als "Brückenbauer" den Dialog zwischen den Kirchen, Religionen und Weltanschauungen fördern. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Bisherige Preisträger waren der jüdische Professor Dr. Ernst-Ludwig Ehrlich (2004) und der Präsident des internationalen Lutherzentrums Wittenberg, Bischof i. R. Dr. Christian Krause, vormals Präsident des Lutherischen Weltbundes (2006).

Die Fokolar-Bewegung, die 1943 von Chiara Lubich gegründet wurde, ist heute in 183 Ländern vertreten und möchte in allen Lebensbereichen Einheit und brüderliches Verständnis fördern.