Der Papst betet für Pakistan

Zwei Selbstmordattentäter töten mehr als 80 Personen in anglikanischer Kirche

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 349 klicks

In Zusammenhang mit seiner Sardinienreise am vergangenen Sonntag appellierte Papst Franziskus kurz vor seiner Abreise an die Menschen, für die Opfer des Attentates auf die anglikanische Kirche in Peshawar zu beten. Er sagte, es handele sich um einen „Irrweg des Hasses und der Gewalt.“

Am Sonntag waren bei einem Selbstmordanschlag mindestens 80 Menschen getötet, mehr als 140 wurden verletzt worden. Zwei Attentäter hatten sich am Ende der Sonntagsmesse in die Luft gesprengt, während die circa 600 Gottesdienstbesucher die Kirche verließen. Zu dem Anschlag bekannte sich nach Angaben von „Asianews“ eine Gruppierung der radikali-slamistischen Taliban namens „Jandullah“. Es handele sich um einen Vergeltungsschlag für Drohnenangriffe der USA. Zum Christentum bekennen sich in Pakistan etwa drei Millionen Menschen; 96 Prozent der 185 Millionen Einwohner Pakistans sind Muslime.

Erzbischof Joseph Coutts, Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz Pakistans, verurteilte die Tat als „feigen und schändlichen Angriff“ auf Unschuldige. Er appellierte an die Regierung, christliche Einrichtungen besser zu schützen, so „Asianews“. Die Bischöfe riefen die Christen auf, jede Erwiderung mit Gewalt zu vermeiden. Bereits am Sonntag hatten aufgebrachte Christen mit Leichen von Anschlagsopfern eine Straße blockiert und Ausrüstungsgegenstände von Polizisten verbrannt, die zum Schutz der Kirche geholt worden waren. Andere zertrümmerten Fensterscheiben an einem Krankenhaus, in das Opfer des Attentates eingeliefert worden waren, die dort aufgrund von mangelndem medizinischem Personal und Betten gestorben waren.

Der Papst sagte vor seiner Abreise aus Cagliari:

„Aufgrund einer falschen Entscheidung aus Hass und Krieg, ist in Pakistan ein Attentat verübt worden, bei idem mehr als 70 Menschen getötet worden sind. Dies ist nicht der richtige Weg, das führt zu nichts. Allein der Weg des Friedens kann eine bessere Welt bauen. Aber wenn ihr dies nicht tut, macht es niemand sonst. Das ist das Problem, das ist die Frage, die ich euch hinterlasse: ‚Bin ich bereit den Weg einzugehen, um eine bessere Welt zu erschaffen?‘ Nur das. Und bitten wir unseren Herrn für die Menschen, die bei dem Attentat in Pakistan ums Leben gekommen sind.“

Er schloss ab mit den Worten: „Möge uns die Madonna dabei helfen, für eine bessere Welt zu arbeiten, den Weg des Aufbaus einzuschlagen, den Weg des Friedens und niemals den Weg der Zerstörung und des Krieges.“