Der Papst empfiehlt das Buch „Eine Kultur der Liebe“ von Carl Anderson

Buch wurde in Italien vorgestellt

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Von Jesús Colina

ROM, 10. Dezember 2009 (ZENIT.org).- Ein Papst pflegt in der Regel nicht, die Lektüre eines Buches zu empfehlen, es sei denn die Bibel oder einen christlichen Klassiker. Am Mittwoch machte Benedikt XVI. eine Ausnahme, als er das Buch „Eine Kultur der Liebe“ von Carl Anderson empfahl. Heute empfing er den Großmeister der katholischen Kolumbusritter persönlich in Audienz.

Der Papst entsandte zur Vorstellung der italienischen Ausgabe des Buches im Sitz von Radio Vatikan durch seinen Staatssekretär, Kardinal Tarcisio Bertone, ein Telegramm, in dem er seine Hoffnung ausdrückte, dass diese „Veröffentlichung die Treue zu Christus und ein dem Evangelium entsprechendes Zeugnis hervorrufe“.

Das vom Vatikan-Verlag herausgegebene Buch, sei ein „Handbuch für die katholischen Laien, die sich bemühen eine Kultur der Liebe aufzubauen“, erklärte Stanislaw Kardinal Rylko, Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien.

Pater Federico Lombardi, Direktor des Pressebüros des Heiligen Stuhls und des Radio Vatikan, stellte fest, dass dieser Band in der Tat durch „die Klarheit und Sachkenntnis der Amerikaner“ „besonders der Weiterbildung der Laien dient dank den Fragen am Ende jedes Kapitels zur persönlichen Reflexion“.

Das Buch wurde vom Leiter der größten katholischen Laienorganisation, den Kolumbusrittern mit weltweit 1,7 Millionen aktiven Mitgliedern, geschrieben und stand auf der Bestsellerliste in den Vereinigten Staaten („A Civilization of Love: What Every Catholic Can Do to Transform the World“). Es gibt einen Überblick über die Lehre der Kultur der Liebe von Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI und überträgt diese auf das Leben der Laien in der Familie, in einer globalisierten Welt, im Bereich der Wirtschaftsethik und dem Schutz des Lebens.

Pater Giuseppe Costa SDB, Direktor des Vatikan-Verlags, glaubt, dass dieses Buch es dem europäischen Leser ermöglichen werde, den Reichtum des amerikanischen Katholizismus zu entdecken, der nur wenig im alten Kontinent bekannt sei. „Das Buch zeigt einen Grad der geistigen Dinge auf, die wir für den Aufbau unseres persönlichen und gesellschaftlichen Selbst einüben müssen“.

Gegenüber ZENIT erklärte der Autor, dass es ihm bei der Veröffentlichung seines Buches über die „Kultur der Liebe“ auf dem alten Kontinent darum gehe, das zentrale Anliegen von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. darzulegen, das „heute für die Diskussion über Kultur und Christentum in Europa grundlegend ist“.

An der Vorstellung des Buches nahmen auch Franco Miano, Präsident der italienischen Katholischen Aktion, und John Thavis, Leiter des römischen Büros der amerikanischen Agentur „Catholic News Service“, teil.

Die Bedeutung der Veranstaltung wurde unterstrichen durch die Anwesenheit der Kardinäle John Foley, Großmeister des Ordens des Heiligen Grabes in Jerusalem, und Renato Martino, emeritierter Präsident des Rates für Justiz und Frieden, - etwas ganz Außergewöhnliches. Daneben besuchten die Veranstaltung auch Botschafter und Diplomaten aus verschiedenen Ländern, einige davon mit überwiegend muslimischer Bevölkerung.

[Übertragung ins Deutsche von Iria Staat]