Der Papst gedenkt all derer, die zu Weihnachten leiden müssen

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ROM, 18. Dezember 2006 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. gedachte am Sonntag jener Menschen, die Weihnachten inmitten von Kriegswirren, in Armut oder Einsamkeit verbringen müssen. Konkret sprach er in diesem Zusammenhang den Nahen Osten und den afrikanischen Kontinent an.



Die Verheißung „Der Herr ist nahe“ (vgl. Phil 4,5) habe sich „vollständig im Weihnachtsgeheimnis erfüllt, das wir in einer Woche feiern werden und im ‚Heute‘ unseres Lebens und der Geschichte zu erneuern aufgerufen sind“, erläuterte der Heilige Vater am Adventssonntag „Gaudete“ zum Angelus.

Die Freude über Weihnachten, das Kommen Jesu Christi, des Retters aller Menschen, „ist eine prophetische Verheißung, die der ganzen Menschheit bestimmt ist, insbesondere den Ärmsten, und in diesem Fall vor allem denjenigen, die an Freude am ärmsten sind“. Benedikt XVI. bezog sich vor allem auf „unsere Brüder und Schwestern, die besonders im Nahen Osten, in einigen Gegenden Afrikas und in anderen Teilen der Welt das Drama des Krieges miterleben“, und warf vor Zehntausenden von Gläubigen die Frage auf: „Was für eine Freude können sie erfahren? Wie wird ihr Weihnachten sein?“

Der Heilige Vater erinnerte die Pilger, die sich auf dem Petersplatz versammelt hatten, auch „an die vielen kranken und einsamen Menschen, die nicht nur physisch, sondern auch seelisch leiden, da sie sich nicht selten verlassen fühlen. Wie können wir mit ihnen die Freude teilen, im Respekt vor ihrem Leid?“

Schließlich richtete der Papst die Gedanken seiner Zuhörer auf die Jugendlichen und all jene Menschen, „die den Sinn für die wahre Freude verloren haben und sie vergeblich dort suchen, wo sie unmöglich gefunden werden kann: im verzweifelten Wettlauf um Selbstbehauptung und Erfolg, in den falschen Vergnügungen, im Konsumismus, in den Momenten der Trunkenheit, im künstlichen Paradies der Drogen und jeder anderen Form der Entfremdung“.

Das Wort des Herrn ergehe gerade „an die Geprüften, die vom Leben Verwundeten und die ‚Waisen der Freude‘“, und diese Aufforderung zur Freude sei kein leeres Wort oder gar ein Betrug, sondern „eine Prophezeiung des Heils, ein Appell zur Erlösung, die von der inneren Erneuerung ausgeht“.

Abschließend rief der Heilige Vater alle Christen dazu auf, sich „demütig und couragiert“ einzusetzen, „damit die Welt Christus aufnehme, der die Quelle der wahren Freude ist“.