Der Papst ist entschieden und bestimmt im Kampf gegen den Missbrauch

Msgr. Charles Brown, neuer Nuntius von Irland, versichert Papst seine Unterstützung

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ROM, 21. Februar 2012 (ZENIT.org). – Der neue apostolische Nuntius in Irland, Msgr. Charles Brown, hat am vergangenen Sonntag in der Kathedrale von Dublin seine erste Messe zelebriert. Es handelte sich um sein erstes öffentliches Auftreten in seinem neuen Amt nach der Vorstellung seines Beglaubigungsschreibens beim irischen Präsidenten Michael Higgins am vergangenen Donnerstag.

Msgr. Brown wurde vom Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, empfangen, der ihm seine Unterstützung versprach. „Wir wünschen uns eine gemeinsame Zusammenarbeit, um eine Kirche aufzubauen, die demütiger ist, aber auch eine erneuerte Kirche, treu gegenüber den Lehren Jesu Christi für das Irland von Morgen“, so Msgr. Martin.

Der Nuntius erklärte seinerseits, dass er als Amerikaner in die Kathedrale von Dublin käme, „von den ausgewanderten irischen Männern und Frauen dieser Insel abstammend, nichts im Besitz außer dem katholischen Glauben, den sie mir durch die Generationen übermittelt haben“.

Vor seiner Nominierung als Nuntius von Irland hat Msgr. Brown seit 1994 in der Glaubenskongregation gearbeitet. Er war am 6. Januar von Papst Benedikt XVI. in sein neues Amt berufen worden.

In seiner Predigt erinnerte er an seine jahrelange Zusammenarbeit mit dem Papst, „der entrüstet und entsetzt der Tragödie der Missbrauchsfälle durch Mitglieder des Klerus und von Ordensgemeinschaften gegenüberstand.“

„Von Beginn an war Benedikt XVI. entschieden und nachdrücklich darin, Änderungen vorzunehmen, die der Kirche die Möglichkeit geben, wirksamer denen gegenüber zu handeln, die das Vertrauen missbrauchen, und den Opfern den geschuldeten Beistand zu leisten“, erklärte Msgr. Brown.

„Der Papst war in dieser Frage immer unbestechlich und konsequent, und ich kann versichern, dass er es auch bleiben wird“, versprach der Nuntius den Gläubigen.

„Die Kirche ist von den Sünden ihrer Mitglieder verletzt“, fuhr er in Bezug auf das Sonntagsevangelium fort, das von der Heilung eines Gelähmten durch Jesus erzählt.

So wie die Sünde, die eine Art der geistlichen Behinderung verursache, von radikaler Abwesenheit geistlicher Energie und Gnade zeuge, sei eine geistliche Behinderung in vielen Bereichen der Kirche auszumachen, in der die Kraft verlorengegangen zu sein scheine, der Enthusiasmus versiege und das liturgische Leben erfriere, so der Nuntius weiter.

Um dieser Behinderung entgegen zu wirken, müssten die Gläubigen sich in die Gegenwart Christi stellen und ihn heilen lassen, vor allem im Sakrament der Eucharistie.

Indem er seiner  Freude darüber Ausdruck gab, als Stellvertreter des Papstes am Eucharistischen Kongress teilzunehmen, der für den kommenden Juni in Dublin geplant ist, erklärte Msgr. Brown weiter: „Ich bin davon überzeugt, dass der Herr etwas Wunderbares für seine Kirche vorbereitet.“

„Es ist seine Realpräsenz in der Eucharistie, die unsere geistlichen Behinderungen heilen kann, uns mit Licht und Freude erfüllen und unserem Leben einen Sinn geben, um uns so auf das Leben der kommenden Welt vorzubereiten“, schloss der apostolische Nuntius.

[Übersetzung des italienischen Originals von Jan Bentz]