Der Papst ruft Experten der Sportmedizin zur Unterstützung bei der Erlangung geistlicher und moralischer Vollkommenheit auf

Benedikt XVI. empfängt die Teilnehmer am Weltkongress der Sportmedizin

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Von Pietro Gennarini

CASTEL GANDOLFO, 28. September 2012 (ZENIT.org). ‑ Papst Benedikt XVI. empfing heute die Teilnehmer am XXXII. Weltkongress der Sportmedizin im Apostolischen Palast in Castel Gandolfo in Audienz.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer sprach der Heilige Vater über die potenziellen Auswirkungen der Sportmedizin in aller Welt und beschrieb diese als Quelle der Inspiration für Menschen in allen Teilen der Erde. Benedikt XVI. wandte sich mit folgenden Worten an die Sportmediziner: „Mir ist bewusst, dass ihr aus insgesamt 117 Ländern und fünf Kontinenten zu dem Kongress erschienen seid. Eure Verschiedenheit ist ein wichtiges Zeichen der Gegenwart von Athleten in allen Kulturen, Regionen und Situationen.“

Er fuhr fort: „Als Medizinexperten erkennt ihr den individuellen Athleten, dem ihr dient, als den Ausgangspunkt all eurer Arbeit an… Jeder Sportler und jede Sportlerin ist mehr als ein Wettkämpfer.“

Der Papst betonte ebenso, dass der Erfolg, der Ruhm, Medaillen und das Streben nach Geld manchmal zum vordergründigen oder sogar dem alleinigen Grund des Tuns werden. Dies habe sogar zu Missbrauch und missbräuchlicher Verwendung der der modernen Medizin zur Verfügung stehenden Mittel geführt.

Der Heilige Vater erinnerte daran, dass jeder Mensch nach der geistlichen und moralischen Vollkommenheit streben sollte. Diese stehe vor jeder menschlichen Errungenschaft wie dem Sport. Ferner gedachte er der Worte des hl. Paulus, der auf die enge Beziehung zwischen geistlicher und sportlicher Exzellenz hingewiesen hatte und die Gläubigen dazu ermahnte, sich im geistlichen Leben zu ertüchtigen und in allen Dingen Selbstkontrolle zu üben.

Der Papst forderte die Kongressteilnehmer dazu auf, vor allem auf die Würde der ihnen Anvertrauten Rücksicht zu nehmen. „So werdet ihr zu wirksamen Kräften, die nicht nur körperliche Heilung und sportliche Exzellenz, sondern auch moralische, geistliche und kulturelle Erneuerung hervorbringen.“

Nach seiner Ansprache erteilte Papst Benedikt XVI. den Teilnehmern seinen Segen. „Mögen eure Professionalität, euer guter Rat und eure Freundschaft all jenen zugute kommen, denen zu dienen ihr aufgerufen seid. Mit diesen Gedanken erhebe ich mein Gebet zu Gott, auf dass er seinen reichen Segen über euch und jene, deren Diener ihr sein sollt, kommen lasse!“ 

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]