Der Papst und die Journalisten auf dem Flug Rom - Rio de Janeiro

Hauptthema war die große Jugendarbeitslosigkeit

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 303 klicks

In Vorfeld seiner Reise zum Weltjugendtag stehen die Jugendlichen im Zentrum der Gedanken von Papst Franziskus. Dies spiegelte sich auch in dem Gespräch wieder, das der Pontifex mit den Journalisten führte, die ihn auf seinem Flug nach Rio de Janeiro begleiteten.

Insbesondere zeigte sich Papst Franziskus bezüglich der Problematik der hohen Jugendarbeitslosigkeit besorgt. „Die Weltkrise hat den jungen Menschen nichts Gutes gebracht“, sagte der Papst und fügte hinzu, er habe sich in der vergangenen Woche intensiv mit den Prozentzahlen der Jugendlichen ohne Arbeit beschäftigt. Es bestehe die Gefahr, so der Pontifex, dass eine Generation heranwachse, die niemals eine Arbeit gehabt habe. Da sich über einen Arbeitsplatz die Würde der Person herleite, nämlich die Fähigkeit, für das eigene Auskommen und Überleben zu sorgen, sei die Schwere einer solchen Situation nicht zu unterschätzen.

Der Heilige Vater sagte, er wolle in den nächsten Tagen junge Menschen treffen, die durch das soziale Netz gefallen seien. Wenn sich die Jugendlichen von der Gesellschaft isoliert wiederfänden, würde ihnen ungerecht mitgespielt, da man ihnen die Zugehörigkeit nehme. Jeder von ihnen gehöre einer Familie, einer Heimat, einer Kultur und einem Glauben an, und diese Zugehörigkeit müsse bestehen bleiben, fügte der Papst hinzu. Sie seien „die Zukunft des Volkes“, da sie die Kraft und die Jugend haben würden, vorwärts zu gehen. Das andere Extrem des Lebens seien die älteren Menschen, deren Kraft „die Weisheit des Lebens“ sei. Sie repräsentierten die Geschichte der Familie und der Heimatrepräsentieren. Aus diesem Grund sei es ungerecht, sie ihrem Schicksal zu überlassen, so der Pontifex. Die jungen und die alten Menschen seien demnach Opfer der „Abfallkultur“, an die sich unsere Gesellschaft unglückseligerweise gewöhnt habe.

Papst Franziskus schloss das Gespräch ab, indem er den 71 auf dem Flug anwesenden Journalisten dankte und sie um ihre Hilfe bat. Sie erwiesen dem Papst mit einer Abbildung der Madonna von Guadalupe ihre Ehrerbietung.