Der Papst weiht am Sonntag zehn neue Priester für Rom

Sechs Italiener, zwei Inder, ein Argentinier und ein Kroate, im Alter von 24 bis 44 Jahren

Rom, (ZENIT.org) | 572 klicks

Am Sonntag, dem 21. April, wird Papst Franziskus zehn neue Priester für die Diözese Rom weihen. Die Liturgie wird in der Basilika von Sankt Peter im Vatikan ab 9.30 Uhr beginnen. Die zehn Diakone kommen aus dem Pontificio Seminario Romano Maggiore (vier), dem Collegio Diocesano Missionario Romano „Redemptoris Mater“ (vier) und dem Seminario della Madonna del Divino Amore (zwei).

Der Dekan der Gruppe ist Don Giuseppe Conforti vom Seminario Maggiore, der seit zwei Jahren in der Pfarrei von San Policarpo seinen Dienst verrichtet. Der 44-jährige aus Matera kam mit 14 Jahren nach Rom: „Ich gehörte zu einer Gruppe der argentinischen Kirche an der Piazza Buenos Aires“, erzählt er. „Einmal begleitete ich sogar den damaligen Kardinal Bergoglio zum Flughafen. Um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, arbeitete ich als ‚PR‘ und organisierte Feste. Ich mochte immer schon den Umgang mit Menschen, und auch als Priester werde ich versuchen, Lächeln zu schenken.“

Mit der Gemeinschaft von San Corbiniano all’Infernetto arbeitet hingegen der 36-jährige Don Giuseppe Tavolacci zusammen: „Für meine Berufung“, sagt er, „war eine Pilgerfahrt nach Lourdes entscheidend, zusammen mit ‚Unitalsi‘ im Jahr 2002.“ Wenig entfernt von San Tommaso Apostolo all’Infernetto wird der stellvertretende Pfarrer Don Pierangelo Margiotta, ein 37-jähriger Salentiner, tätig sein. „Ich habe Politikwissenschaften in Bologna studiert, danach arbeitete ich als Lehrer in der Provinz Bergamo, aber der Keim der Berufung“, gibt er zu, „war in mir seit meiner Kindheit.“ Aus Argentinien stammt Don Alberto Daniel Lopez Pantano, 40 Jahre alt, der seit zwei Jahren in Sant’Emerenziana an der Viale Libia arbeitet. „Ich war als Ingenieur in Buenos Aires tätig, bevor ich mich dazu entschied, dem Ruf des Herrn zu folgen“, erklärt er. „Was mich mit dem Papst verbindet ist Christus, mehr als das gemeinsame Herkunftsland.“

Aus Indien stammen zwei Diakone vom „Divino Amore“. Der jüngere ist Don Sijo Kuttikkattil, 26 Jahre alt. Seine Berufung „geht auf das familiäre Umfeld zurück. Seitdem ich klein war, versammelten wir uns jeden Abend zu Hause, um zu beten, den Rosenkranz zu beten und das Wort Gottes miteinander zu teilen.“ Ein ganz anderer Werdegang ist der des 1973 geborenen Don Gnana Prakash Marlapatis: „Mein Vater war ein anglikanischer Priester, dann konvertierte er zum katholischen Glauben. Er war ein großartiger Prediger, und das ganze Dorf bekehrte sich mit ihm.“

Der 28-jährige Kroate Don Ivan Mladineo, Pfarreivikar in Santi Martiri dell’Uganda, erhielt seine Ausbildung am Collegio „Redemptoris Mater“: „Zu Hause sind wir zehn Geschwister“, betont er, „mein älterer Bruder ist Priester, zwei meiner Schwestern sind Karmelitinnen in Spanien.“ Der Weltjugendtag 2002 in Toronto war grundlegend für den Werdegang Don Simone Giovannellas: „Ich bin geboren und aufgewachsen in der Pfarrei von San Mauro Abate; hier bin ich dem Neokatechumenalen Weg beigetreten und arbeite in der Pastoral. Ich werde hier auch nach der Weihe bleiben, das ist eine unerwartete Gnade.“

Aus derselben Gemeinschaft kommt Don Fabio Vellucci; auch er ist Mitglied des Neokatechumenalen Wegs. Er verrichtet seinen Dienst in Sant’Ireneo in Centocelle. „Es ist eine sehr schöne Realität“, stellt er fest, „in der ich täglich die Freude wiederentdecken kann, mich in den Dienst der Menschen zu stellen.“ Auch die Berufung Don Paolo Marinellis (38 Jahre) kam während eines Weltjugendtags, im Jahr 2000 in Tor Vergata: „Während des Gottesdienstes am Abend in der Ebene“, erzählt er, „sagte der selige Johannes Paul II., dass wer sich vom Herrn berufen fühle, die Gelegenheit nutzen solle; und so entschied sich ich mich dazu, den Weg der Berufung zu beschreiten.“

Bevor Don Paolo „Redemptoris Mater“ beitrat, arbeitete er für einen bekannten multinationalen Luxuskonzern, „aber dann“, erklärt er, „berührte eine Schrift tief mein Herz: im Buch der Sprichwörter heißt es, ‚die Weisheit ist wertvoller als die kostbarste Perle.‘ Und ich habe es wörtlich aufgefasst.“ Er wird in der Pfarrei Sant’Igino Papa tätig sein.