Der Papst wird sehnlichst zum Weltfamilientreffen 2009 in Mexiko erwartet

Kardinal Norberto Rivera Carrera: Neun Monate vor Beginn sind 60 Prozent der Vorbereitungen abgeschlossen

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MEXIKO-STADT/ROM, 7. April 2008 (ZENIT.org).- Ein Besuch des Papstes zum 6. Weltfamilientreffen in Mexiko ist nicht nur eine besondere Hoffnung der Mexikaner, die erstmals Gastgeber dieser Großveranstaltung sind, sondern auch ein ausdrücklicher Wunsch Benedikts XVI. selbst. Das bekräftigte vor kurzem der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Kardinal Norberto Rivera Carrera, gegenüber ZENIT.

Die Vorbereitungen für das Großereignis, das vom 13. bis zum 18. Januar des kommenden Jahres stattfinden wird, laufen auf Hochtouren. Man verfüge über genug Platz, um die erwarteten zwei Millionen Menschen aufzunehmen, die der Papst anziehen würde.

Kardinal Rivera sprach mit ZENIT in Rom, wo er sich wegen seiner Teilnahme an der diesjährigen Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Familien, die bis Samstag tagte, aufgehalten hat.

Am Donnerstag wartete Kardinal Rivera Carrera vor dem Rat mit einem Bericht über die bereits geleisteten Vorbereitungsarbeiten auf. Das sechste Weltfamilientreffen folgt grundsätzlich dem Schema früherer Veranstaltungen dieser Art: Es beginnt mit einem theologisch-pastoralen Kongress, enthält ein Fest der Familien mit Beiträgen aus ihren Reihen und endet als Höhepunkt mit einer Abschlussmesse.

„Wir stellen verschiedene Möglichkeiten vor: Es gibt einen Ort für zwei Millionen Menschen, einen Ort für eine Millionen und einen anderen für rund 140. 000... Wenn der Heilige Vater aus irgendeinem Grund nicht teilnehmen sollte, müssen wir natürlich die Räume reduzieren", erklärte Kardinal Rivera. Zugleich bestätigt er, dass Mexiko sich sehr für einen päpstlichen Besuch einsetze: „Wir wollen, dass der Papst kommt, und der Heilige Vater hat auch den Wunsch zu gehen. Aber ich weiß nicht, welche Verpflichtungen er für jene Termine hat... Ich hoffe, dass er sich dafür entscheidet und reist."

Der Erzbischof von Mexiko wies darauf hin, dass sein Land eine „strategische Position in Bezug auf Familie und Lebensfragen" einnehme. Man habe „einen großen Einfluss auf den Norden", was die Präsenz von zahlreichen mexikanischen Einwanderer in den Vereinigten Staaten und Kanada angehe. Mexiko strahle aber auch auf ganz Lateinamerika aus, weil es eine enge Zusammenarbeit in gemeinsamen pastoralen Projekten gebe.

Bedauerlicherweise werde heute häufig zu viel über die Probleme der Familie gesprochen. Zudem hebe man nur selten die Fähigkeit jedes Menschen hervor, eine „Familie zu gründen und die Kinder im Glauben, in den Werte und zum gesellschaftlichen Leben zu erziehen", so der Kardinal. „Wir wollen, dass die Förderung der Familie als Zentrum der Bildung wahrer Werte bestehen bleibt", unterstrich er.

Was die Vorbereitungen zum Weltfamilientag angehe, seien sie nun rund neun Monate vor der Veranstaltung zu 60 Prozent abgeschlossen. Die Familie sei als Fundament der Gesellschaft „von grundlegender Bedeutung". Man sollte „den Familien helfen, ihre Grundwerte als solche zu leben". Zudem gelte es, in allen Diözesen der Welt „pastorale Dienste für die Familien" anzubieten, um so „all den Angriffen, die die Familie untergraben wollen, standzuhalten".