Der Papstbesuch in Assisi hat begonnen

Sein erster Weg führte ihn zu behinderten Kindern

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 479 klicks

Der pastorale Besuch hat begonnen. Papst Franziskus ist in Assisi angekommen, das er anlässlich der Feiern des Namenspatrons Italiens besucht. Um 7.30 Uhr am heutigen Morgen landete der Hubschrauber auf dem Sportplatz des Seraphischen Instituts, früher als zunächst geplant. Er wurde vom Senatspräsidenten Piero Grasso und der Präsidentin der Region Umbrien Catiuscia Marini begrüßt. Der erste Weg führte Papst Franziskus zu den behinderten Kindern und Kranken, die im Institut zu Gast sind.  

Auch hier, wie schon zu anderen Gelegenheiten, verzichtete der Papst darauf, den vorbereiteten Text zur Hand zu nehmen, sondern antwortete frei auf die Begrüßung der Präsidentin des Instituts, Francesca Maolo, mit den Worten: „Wir sind alle den Wunden Jesu zugestellt. Man muss auf diese Wunden hören, man muss sie zugeben. Und ich denke an die Situation, als Jesus mit zwei traurigen Jüngern des Weges ging. Am Ende zeigte er ihnen seine Wunden, und sie erkannten ihn wieder. Mein Mitbruder Domenico (Msgr. Domenico Sorrentino, Bischof von Assisi, Anm. d.R.) hat mir gesagt, dass er hier verehrt wird. Auch das Brot muss verehrt werden, denn Jesus ist in der Einfachheit und der Milde eines Brotes anwesend und darin verborgen. Und in diesem Institut ist Jesus in diesen Kindern, in diesen Personen. Auf dem Altar beten wir das Fleisch Jesu an, in ihm finden wir die Wunden Jesu. Jesus in der Eucharistie und Jesus in den Wunden… Sie müssen gehört werden. Vielleicht nicht in den Zeitungen, in Form von Nachrichten… Da wird nur ein bis drei Tage zugehört, dann kommt etwas Neues und wieder etwas Neues…Sie müssen von denen gehört werden, die von sich behaupten, Christen zu sein.“

Er fuhr fort: „Ein Christ betet Jesus an; ein Christ sucht Jesus, ein Christ erkennt die Wunden Jesu an. Und heute, hier, müssen wir alle sagen: ‚Diese Wunden müssen gehört werden!‘ Aber es gibt etwas, das uns Hoffnung macht. Jesus ist in der Eucharistie anwesend, hier ist das Fleisch Jesu; Jesus ist unter euch anwesend, und das Fleisch Jesu sind die Wunden Jesu in diesen Menschen. … Es ist interessant, dass Jesus bei seiner Auferstehung wunderschön war. Er hatte auf seinem Körper keine blauen Flecken, keine Verletzungen… Nichts! Nur die Wunden hat er behalten und mit in den Himmel genommen. Die Wunden Jesu sind hier und sind im Himmel vor dem Vater. Wir pflegen die Wunden Jesu hier auf der Erde, und er zeigt uns vom Himmel aus seine Wunden und sagt uns allen: ‚Ich warte auf dich!‘ So sei esAmen.“

Bevor der Papst das Institut verließ, sagte er: „Vielen Dank … und betet für alle Kinder, für die Menschen, die hier sind, für alle, die hier arbeiten. Für sie! … Möge der Herr euch segnen! Betet auch für mich! Aber immer wohlwollend, nicht dagegen… Der Herr segne euch.“