Der Präsident der Republik Mosambik zu Besuch im Vatikan

Nationale Versöhnung und Verbesserung der Lebensbedingungen haben Vorrang

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ROM, 8. November 2007 (ZENIT.org).- Die Bedeutung der Zusammenarbeit von Kirche und Staat im Hinblick auf das Gemeinwohl stand im Mittelpunkt der „herzlichen Unterredungen“, die heute, Donnerstag, der Präsident von Mosambik, Emilio Armando Guebuza, im Vatikan zunächst mit Papst Benedikt XVI. und anschließend mit Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone führte, der vom Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, Erzbischof Dominique Mamberti, begleitet wurde.



Beide Seiten äußerten nach Angaben des Heiligen Stuhls den Wunsch, ihre Zusammenarbeit besonders in den Bereichen Gesundheits- und Erziehungswesen zu vertiefen. Die neuen Generationen „sind die Hoffnung der Nation“, so wurde bekräftigt. „In besonderer Weise bemüht sich die katholische Kirche darum, ihre Präsenz im universitären Bereich zu verstärken und auszubauen“, berichtete das Pressebüro des Vatikans.

Außerdem wurde über die Umsetzung des Friedensvertrags von Rom (4. Oktober 1992) gesprochen, der das Ende des Bürgerkriegs bedeutet hatte und auf Vermittlung der Gemeinschaft Sant’Egidio zustande gekommen war. Diesbezüglich wurde festgehalten, dass es noch einer vollständigen nationalen Versöhnung bedürfe.

Schließlich wurde noch die Wiederaufnahme von Gesprächen mit Blick auf einen Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Mosambik in Aussicht gestellt.

Beim Empfang der Bischöfe aus Mosambik hatte Papst Benedikt XVI. am 29. Mai zur Erneuerung des zivilen Lebens aufgerufen: „Ein tiefer und engagierter Glaube wird das Verhalten der Menschen in ihrem gesellschaftlichen und beruflichen Umfeld und somit auch das Gefüge der Gesellschaft erneuern. Die Christen werden auf diese Weise ihren Beitrag dazu leisten, Ungerechtigkeit zu bekämpfen, den Lebensstandard der Menschen und der bedürftigen Gruppen zu verbessern, um zu einem rechten Umgang mit dem Brauchtum, zu Toleranz, Vergebung und Versöhnung zu erziehen.“ Aufgabe der Bischöfe sei es, dieses Werk zu inspirieren und die Freiheit der Kirche bei ihrer Sendung zu bewahren.