Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses bedankt sich bei Papst Benedikt XVI.

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ROM, 10. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses hat Papst Benedikt XVI. für all das gedankt, was dieser in den vergangenen Jahrzehnten – also auch noch in der Zeit als Kardinal Ratzinger – für das jüdische Volk getan hat.



Ronald Lauder traf den Papst am Montag im Vatikan. Er kam in Begleitung von Michael Schneider, dem Generalsekretär des jüdischen Weltkongresses.

Die führenden jüdischen Vertreter konzentrierten sich bei der Unterredung mit dem Heiligen Vater auf den „interreligiösen Dialog und den Antisemitismus in einer Reihe von europäischen Ländern“, heißt es in einem entsprechenden Pressekommuniqué des Weltkongresses. Papst Benedikt habe bekräftigt, dass ihm die Sache der katholisch-jüdischen Beziehungen sehr am Herzen liegt. Darüber hinaus sei die Möglichkeit gemeinsamer Initiativen im Bereich der sozialen Wohlfahrt für die ärmeren Länder in Betracht gezogen und über den Wert des Dialogs mit gemäßigten Moslems gesprochen worden, um eine friedliche Zukunft zu gewährleisten.

Ronald Lauder, Sohn von Estée Lauder und ehemaliger US-amerikanischer Botschafter in Österreich, ersuchte den Heiligen Vater darum, gegen Kirchenvertreter vorzugehen, die das „enge und positives Verhältnis zwischen Christen und Juden“ beeinträchtigen wollten. In Bezug auf das Verhältnis zwischen dem jüdischen Volk und dem Heiligen Stuhl betonte er: „Wir haben über vier Jahrzehnte einen so großen Fortschritt erzielt, dass es nun auch möglich sein sollte, enger zusammenzuarbeiten.“

Am Sonntagabend hatten Lauder und Schneider ein Abendessen gegeben, an dem mehrere Kardinäle, Botschafter und Mitarbeiter aus dem Vatikan teilnahmen, die aktiv an der Vertiefung des interreligiösen Dialogs beteiligt sind.