Der selige Giovanni Battista Piamarta

Bevorstehende Heiligsprechung dieses norditalienischen Priesters, der vielen jungen Menschen eine Zukunftsperspektive eröffnete

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ROM, 18. Oktober 2012 (ZENIT.org). Der selige Giovanni Battista Piamarta erblickte am 26. November 1841 als Kind einer armen Familie im norditalienischen Brescia das Licht der Welt. Im Jahr 1860 trat Giovanni Battista in das Priesterseminar ein und empfing fünf Jahre später das Sakrament der Priesterweihe. Pater Piamarta arbeitete zunächst mit jungen Menschen und Familien in ländlichen Pfarrgemeinden; später wirkte er in Brescia.

Die herausragenden Eigenschaften des seligen Giovanni Battista waren sein Eifer, seine besondere Hingabe zu den Kindern und den Kranken sowie seine Rolle als Helfer durch geistliche Führung.

Gemeinsam mit Pater Pietro Capretti eröffnete er das „Istituto Artigianelli“ (Institut für Handwerker) mit dem Ziel, den auf der Suche nach Arbeit in die Stadt übersiedelten jungen Menschen zu helfen und die christliche Religion als Teil ihres Lebens zu bewahren. In Anlehnung an diese Einrichtung gründeten er und Pater Giovanni Bonsignori die Agrarkolonie von Remedello, um Landarbeitern Unterstützung zu bieten.

Angespornt von der Begeisterung für seine Arbeit unter Ordensbrüdern und Ordensschwestern gründete Pater Giovanni im März 1900 die Kongregation der Heiligen Familie von Nazareth und die Kongregation der Schwestern.

Ebenso gründete er mit der Unterstützung seiner Mutter die Frauenkongregation der Demütigen Mägde des Herrn. Am 25. April 1913 starb Giovanni Battista in den Armen von Pater Bonsignori und im Kreis seiner Mitbrüder in Remedello.

Giovanni Battista Piamarta wurde am 12. Oktober 1997 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. In seiner Predigt gedachte Johannes Paul II. dem Seligen mit folgenden Worten:
„Durch sein Beispiel als Nachfolger Christi konnte er auch viele Knaben und junge Männer zum Schauen des liebenden und fordernden Blicks des Herrn hinführen. Wie vielen ist es dank seiner pastoralen Tätigkeit gelungen, mit Freude in das Leben hinauszugehen, einen Beruf zu erlernen und vor allem Jesus und seiner Heilsbotschaft zu begegnen!“

Papst Johannes Paul II. führte weiter aus: „ Die apostolische Arbeit des neuen Seligen ist vielfältig und erstreckt sich auf viele Aspekte des sozialen Lebens: von der Arbeitswelt über die Landwirtschaft und den Bildungsbereich bis hin zum Verlagswesen. Er hinterließ eine tiefe Spur in der Diözese von Brescia und in der gesamten Kirche“, so Johannes Paul II.

Er fügte folgende Worte hinzu: „Woraus schöpfte dieser herausragende Mann Gottes die Kraft für sein intensives Wirken? Die Antwort ist offensichtlich: Unablässiges und inniges Gebet waren der Quell seines unermüdlichen Eifers und seines guten Einflusses auf alle Menschen, denen er begegnete. Seinen Zeitgenossen zufolge hatte er selbst dies folgendermaßen formuliert: ‚Das Gebet lässt die Stärke Gottes empfangen … Omnia possum‘. Mit Gott ist alles möglich, für ihn und mit ihm.“

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]