Der Triumph der Auferstehung kommt durch die Demut

Morgenmesse in der Kapelle des Domus Sanctae Marthae

Rom, (ZENIT.org) Luca Marcolivio | 753 klicks

„Sich erniedrigen“ oder die Demut sei die „goldene Regel“ für die geistliche Entwicklung jedes Christen. Dies erklärte Papst Franziskus gestern in seiner Predigt in der Kapelle des „Domus Sanctae Marthae“, wo er seine Morgenmesse in Anwesenheit einiger Barmherzigen Schwestern, des Personals von CTV und Journalisten des brasilianischen Radio Vatikan sowie von Arturo Mari, dem Historienfotograf des Papstes zelebrierte.

Sich zu Gott zu erheben beinhalte eine „Erniedrigung“, um Raum für die Liebe zu schaffen. Um diesen Begriff zu erläutern, bediente sich Franziskus der Tageslesung (Lk, 1, 26-38) des gestrigen Festes Mariae Verkündigung, in dem Maria und Joseph dem scheinbar unverständlichen Willen Gottes gehorcht und sich nach Bethlehem begeben hätten, um dem Volkszählungsgesuch des Kaisers nachzukommen. Joseph nehme mit Maria dieses große Opfer in Erwartung ihres Sohnes, Jesus, an. „So ist die Liebe Gottes: Um zu uns zu kommen, nimmt er den Weg der Demut.“

Gott drücke seine Liebe zu den Menschen durch die Demut aus, nicht durch die „starken Idole“, oder einer Arroganz eines „Ich befehle“.

Die „goldene Regel“ werde von Ignatius folgendermaßen verstanden, so der Papst: „Entwickeln, fortschreiten und sich demütigen.“ Das letzte Wort sei aus verschiedenen Gründen von größter Bedeutung denn, „wenn du dich nicht erniedrigst, bist Ddu kein Christ“, kommentierte der Papst.

Demütig sein bedeute aber nicht, „mit niedergeschlagenen Augen herumzulaufen“, fügte er hinzu. Die wahre Demut erlaube dagegen „der Liebe Gottes auf die einzige Weise Raum zu geben, die er gewählt hat.“

Es sei kein Zufall, dass auch der „Triumph der Auferstehung“ Christi sich auf dem Weg „der Erniedrigung“ verwirkliche. Demut und Liebe seien immer miteinander verbunden, denn „wenn es keine Demut gibt, dann ist die Liebe blockiert“, schloss Franziskus.