Der Vatikan beteiligt sich an der Nahost-Friedenskonferenz

Von Marta Lago

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ROM, 27. November 2007 (ZENIT.org).- Der Vatikan hat eine Delegation nach Annapolis (US-Bundesstaat Maryland) entsandt, wo in diesen Tagen die Außenminister von über 40 Staaten zusammen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehmud Olmert und dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, über Friedenswege im Heiligen Land beraten.



Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls am Montagabend bekannt gab, wird die Abordnung von Msgr. Pietro Parolin angeführt. Der Untersekretär des Staatssekretariats für die Beziehungen mit den Staaten wird von Nuntiaturrat Msgr. Franco Coppola begleitet.

Der Nahost-Friedensgipfel „gibt Anlass zu großer Hoffnung“, hat Neukardinal Nicholas DiNardo in Rom betont. Der Erzbischof von Galveston-Houston brachte in der italienischsprachigen Ausgabe des „Ossservatore Romano“ vom 26./27. November seine tiefe Hoffnung zum Ausdruck, dass sich alle, die in der internationalen Konferenz involviert sind, für eine Resolution einsetzen, „die in der ganzen Region des Nahen Ostens einen wirksamen Frieden sichert“.

Überall in den USA beteten die Katholiken für einen erfolgreichen Ausgang der Verhandlungen, berichtete der Purpurträger: „Sie beten und folgen damit den Anweisungen ihrer Hirten, damit die Friedensperspektive in der israelischen und palästinensischen Bevölkerung Gestalt annimmt.“ Das Gebet besitze gerade, wenn es um politische Initiativen geht, einen hohen Stellenwert – „auch im Hinblick auf die Zukunft“.

Abschließend erklärte Kardinal DiNardo: „Wir sind aufgerufen, im Gebet beharrlich zu sein.“ Man müsse Gott das Anliegen des Friedens aber auch während der kommenden Wochen und Monate immer wieder neu anvertrauen, denn man dürfe hoffen, dass die Konferenz von Annapolis entscheidende Friedensgespräche einleiten werde.

Papst Benedikt appellierte am Christkönigssonntag an die Gläubigen in allen Teilen der Welt, um erfolgreiche Verhandlungen zu beten (vgl. Angelus).