Der Vatikan erinnert UNESCO an den Wert der religiösen Erziehung

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PARIS, 24. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Der Heilige Stuhl hat der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) vorgeschlagen, beim Thema Ausbildung auch die religiöse Dimension des Menschen in den Blick zu nehmen.



Msgr. Francesco Follo, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNESCO, bekräftigte bei der Eröffnung der 304. Generalversammlung dieser Einrichtung (16. Oktober - 3. November) in der französischen Hauptstadt Paris, dass es notwendig sei, dem modernen Menschen die Bedeutung seiner religiösen Dimension vor Augen zu führen. Es handle sich dabei nämlich um „eine Realität, die nicht nur den individuellen, sondern auch den sozialen Aspekt umfasst“, um ein „Schlüsselelement bei der Stärkung und Festigung der Menschen“.

Der Repräsentant des Papstes hob hervor, dass es grundlegende moralische und religiöse Prinzipien gebe, „die zum Erbe aller Völker gehören und die Grundlage des gemeinsamen Lebens darstellen, um eine wirklich globale soziale Ordnung zu schaffen sowie Gerechtigkeit und Frieden“.

Die Entwicklung des Menschen und ganzer Völker dürfe sich nicht nur auf wissenschaftliche und wirtschaftliche Konzepte beschränken, betonte Msgr. Follo, der außerdem darauf hinwies, dass der Religionsfreiheit im Hinblick auf eine „Kultur des Friedens und der Brüderlichkeit zwischen den Völkern“ große Bedeutung zukomme.

Der Vertreter des Vatikans schloss seine Ansprache mit einem Zitat von Johannes Paul II., der einmal bekräftigt hatte: „Die Zukunft der Menschheit hängt von der Kultur ab.“ Und er fügte hinzu, dass auch die Zukunft des Planeten von der Kultur abhänge.